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Schuss könnte Ursache für Explosion auf Usedom sein

Ein Paar hat sich bei der Polizei gemeldet und könnte den entscheidenden Hinweis gegeben haben.

Marcin Bielecki Aus Angst vor weiteren Explosionen mussten die Feuerwehrmänner in geduckter Haltung löschen.

Ein Schuss aus einer Schreckschusspistole könnte die Explosion von Feuerwerkskörpern in der polnischen Stadt Swinemünde auf Usedom ausgelöst haben. Der Schuss sei zu Demonstrationszwecken abgefeuert worden. Ein Urlauberpaar aus Brandenburg habe eine entsprechende Anzeige erstattet, sagte eine Polizeisprecherin in Anklam am Montag. Das Paar sei Zeuge des Vorfalls gewesen. Diese Informationen würden nun an die Behörden in Polen weitergeleitet, in deren Händen das Verfahren liege. Zur Bilanz des Unglücks zählen nach Polizeiangaben drei Verletzte, fünf zerstörte Verkaufsstände und mehrere beschädigte Autos.

Die Informationen würden an die Behörden in Polen weitergeleitet, in deren Händen das Verfahren liege, sagte die Sprecherin. Das Paar sei Zeuge des Vorfalls gewesen. Der 51-jährige Mann habe leichte Verletzungen erlitten, die Jacke der 55 Jahre alten Frau sei in Brand geraten und zerstört worden.

Auch die Herkunft der Pyrotechnik wird geprüft

Zur Bilanz des Unglücks zählen nach polnischen Polizeiangaben drei Verletzte, fünf zerstörte Verkaufsstände und mehrere beschädigte Autos. Die Kette der Explosionen war auch jenseits der Grenze im deutschen Seebad Ahlbeck wahrzunehmen. Das Feuer griff von dem Pyrotechnik-Stand so rasch auf benachbarte Buden über, dass die Beschäftigten in Panik die Flucht ergriffen. Die Feuerwehr war mit fünf Löschzügen im Einsatz. Teils mussten die Männer im Liegen gegen den Brand kämpfen, um nicht von den Knallkörpern getroffen zu werden.

"Wir konnten nichts von unserem Stand retten, sondern mussten einfach weglaufen, weil lauter Verkaufsgegenstände, darunter auch verzierte Messer, durch die Luft flogen", sagte ein Mann dem polnischen Fernsehsender TVN24. Ein anderer Zeuge berichtete: "Wir dachten zuerst, eine Bombe sei explodiert."

Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf 250 000 Zloty (59 000 Euro), wie TVN 24 am Montag berichtete. Die genaue Summe stehe noch nicht fest, erklärte die Polizeisprecherin. Die Polizei untersuche die Brandstelle und die Reste der Feuerwerkskörper. Auch die Herkunft der Pyrotechnik werde überprüft, Angaben dazu machte sie nicht. An dem grenznahen Handelsplatz decken sich Polen wie deutsche Touristen gern mit billigen Böllern und Raketen für Silvester ein.

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Kommentare (1)

... wird trotz diesem Beispiel für die Gefährlichkeit von Pyrotechnik wieder gegen Null gehen. Was spricht eigentlich gegen ein Verbot (zumindest an öffentlichen Plätzen) und dafür professionell durchgeführten und damit sicheren Feuerwerken?