Rostock gegen Dresden:

Schwere Krawalle nach Drittliga-Spiel

Zerstochene Reifen, brennende Mülltonnen, ein verletzter Beamter: Nach dem Spiel gegen Dynamo Dresden kam es in Rostock zu Ausschreitungen.

Nicht nur im Stadion ging es hoch her. Auch nach dem Spiel kam es zu Krawallen.
Bernd Wüstneck Nicht nur im Stadion ging es hoch her. Auch nach dem Spiel kam es zu Krawallen.

Nach dem Drittliga-Spiel zwischen Hansa Rostock und Dynamo Dresden ist es zu schweren Ausschreitungen in Rostock gekommen. Dabei bewarfen nach Angaben der Polizei vom Samstagabend "mehrere Hundert Personen, die dem Fanspektrum des Vereins Hansa Rostock zuzurechnen sind", Polizisten und Gebäude mit Steinen. Ein Beamter wurde am Knie verletzt. An einer Polizeiwache wurden durch Steinwürfe mehrere Fensterscheiben beschädigt. Mehrere Mülltonnen und Sperrmüllhaufen seien angezündet, an sieben Fahrzeugen von Dresdner Fans Reifen zerstochen worden.

Insgesamt setzte die Polizei nach eigenen Angaben 55 randalierende Fans vorläufig fest und nahm Ermittlungen unter anderem wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz auf.

Ein direktes Aufeinandertreffen von Fans beider Vereine wurde laut Mitteilung der Polizeiinspektion Rostock verhindert. Insgesamt waren demnach 1700 Polizeibeamte verschiedener Bundesländer sowie der Bundespolizei  an dem Einsatz beteiligt. Schon während des Spiels war es zu Ausschreitungen gekommen. Die Partie musste für zwölf Minuten unterbrochen werden, nachdem Dynamo-Anhänger im Gästeblock Pyrotechnik gezündet hatten. Dresden gewann das Spiel mit 3:1 (1:0).

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