Tochter schwer missbraucht:

Sexualstraftäter zu mehrjähriger Haftstrafe verurteilt

Der Mann hat sich an seiner noch sehr kleinen Tochter vergangen und Aufnahmen davon im Internet verbreitet. Einem Gutachter zufolge ist er pädophil - und voll für seine Taten verantwortlich.

Das Gericht blieb mit dem Urteil knapp unter dem von der Staatsanwältin geforderten Strafmaß.
dpa Das Gericht blieb mit dem Urteil knapp unter dem von der Staatsanwältin geforderten Strafmaß.

Für den schweren sexuellen Missbrauch seiner noch sehr kleinen Tochter hat das Schweriner Landgericht am Freitag den Vater zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Der 30-jährige Mann aus Grevesmühlen hatte zugegeben, sich mehrfach an dem zur Tatzeit knapp zweijährigen Mädchen vergangen zu haben. Zudem hatte er Fotos davon in einem Internetforum verbreitet und selbst kinderpornografische Aufnahmen bezogen. Insgesamt berücksichtigte das Gericht 20 Fälle aus den Jahren 2012 und 2013 bei der Festlegung des Strafmaßes. Ein Gutachter bescheinigte dem nicht vorbestraften Mann pädophile Neigungen - und volle Schuldfähigkeit.

"Ich bedauere, was ich meinem Kind angetan habe", sagte der Mann unter Tränen zum Abschluss des Prozesses. Der 30-Jährige habe echte Reue und Scham gezeigt, sagte der Richter in der Urteilsbegründung. Er habe sich zudem bereit erklärt, 10 000 Euro Schmerzensgeld an seine Tochter zu zahlen. Die Richter gingen deshalb von einem minderschweren Fall aus. Auch das Gericht mahnte eine Verhaltenstherapie an. "Sie müssen lernen, kleine Kinder in Ruhe zu lassen", sagte der Richter.

Umfassendes Geständnis führt zu Strafmilderung

Das Gericht blieb mit dem Urteil knapp unter dem von der Staatsanwältin geforderten Strafmaß von drei Jahren und elf Monaten. Der Verteidiger hatte drei Jahre und neun Monate verlangt. Nach einem Rechtsgespräch aller Beteiligten hatte das Gericht bei einem umfassenden Geständnis eine Strafe von maximal vier Jahren und drei Monaten in Aussicht gestellt. Der Prozess dauerte nur zwei Tage. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft.

Nacktaufnahmen des Kindes im Internet hatten die Ermittler in Mecklenburg-Vorpommern nach Hinweisen aus dem Ausland auf die Spur des Täters geführt. Bei einer Hausdurchsuchung im November 2013 fand die Polizei auch Dateien mit kinderpornografischen Aufnahmen.
 

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