Neubrandenburger legen Studie vor:

Sind ältere Autofahrer ein Risiko im Straßenverkehr?

Studenten der Hochschule Neubrandenburg wollten es genau wissen und sind der Frage wissenschaftlich nachgegangen. Ihr Ergebnis lässt aufhorchen.

Ist ein Autofahrer als Rentner noch fit genug? Neubrandenburger Studenten haben das jetzt untersucht.
Rolf Vennenbernd Ist ein Autofahrer als Rentner noch fit genug? Neubrandenburger Studenten haben das jetzt untersucht.

Spätestens nach dem schweren Unfall mit einer Toten und einer Schwerverletzten auf dem Neubrandenburger Ring vor einer Woche, steht die Frage im Raum: Wie sieht es mit der Fahreignung der Älteren aus? Der Unfallverursacher war 66 Jahre alt.

Je nach Alter und Erlebnissen auf der Straße wird die Antwort zum Thema Fahrtüchtigkeit unterschiedlich ausfallen. Wiebke Gensich, Steven Müller und Svenja Schiel wollten sich bei der Beantwortung nicht auf das Gefühl verlassen. Die drei Studenten an der Neubrandenburger Hochschule näherten sich diesem Thema zusammen mit ihrem Professor, Roman F. Oppermann, im Rahmen einer Forschungsarbeit. Mitglieder des Neubrandenburger Seniorenbeirat standen ihnen als Experten zur Seite.

Das Land wird immer älter. Das Durchschnittsalter liegt derzeit bei fast 47 Jahren. Knapp ein Viertel der Bevölkerung im Land ist über 65 Jahre alt. 2030, so Prognosen, könnte der Anteil schon bei 44,18 Prozent liegen.

Die Statistik zeigt aber, dass die Älteren nicht häufiger Unfälle verursachen als die 30- oder 40-Jährigen. Fahrzeugführer, die sich überschätzen und Defizite nicht einsehen, seien die Hochsicherheitsrisikogruppe im Straßenverkehr, lautete das Fazit in der Arbeit. Nicht die  65-Jährigen zählen zur Risikogruppe.

Das trifft eher auf diejenigen zu, die 75 Jahre und älter sind. In dieser Altersgruppe nimmt die Unfallgefahr deutlich zu.

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