Abgas-Affäre:

So reagieren VW-Händler im Nordosten auf den Rückruf

Die Rückruf stößt im Nordosten auf ein überwiegend positives Echo. Doch was da genau auf die Händler und Kunden zukommt, vermag keiner zu sagen.

Die Ansage aus dem Mutterkonzern bringt Erleichterung bei den VW-Händlern vor Ort.
Hendrik Schmidt Die Ansage aus dem Mutterkonzern bringt Erleichterung bei den VW-Händlern vor Ort.

Das Aufatmen der VW-Autohändler im Nordosten war deutlich hörbar. Mit der verordneten Rückruf-Aktion scheint endlich etwas Ordnung in die Abgas-Affäre zu kommen. Jetzt warten die Händler auf konkrete Konzern-Informationen. Das bestätigte auch Thomas Kühne vom gleichnamigen Autohaus in Waren, der bislang nur einige wenige Nachfragen zum Abgas-Skandal registrierte. Er glaubt aber, dass Kunden sich nun sicherer fühlen können, nachdem das Kraftfahrt-Bundesamt den Konzern zum Zwangsrückruf verpflichtet hat. „Jetzt ist mehr Druck dahinter und die Umrüstung kann zügig vonstatten gehen.“ Konkrete Anweisungen von VW erwartet der Händler aber nicht vor Januar.

ADAC rechnet mit langer Aktion

Dass jetzt etwas geschehen müsse, damit Vertrauen in den Hersteller und die deutsche Autoindustrie zurückgewonnen werden könne, betonte auch Hans-Peter Lange. Der Präsident des Kfz-Landesverbandes Berlin-Brandenburg forderte: „Die Betriebe dürfen durch den Umbau der Fahrzeuge kein Minus machen.“

Der Sprecher des ADAC Hansa, Christian Hieff, geht davon aus, dass die Aktion über das Jahr 2016 hinaus andauern wird. Welche Kosten damit auf den Konzern zukommen, sei noch nicht abzuschätzen. „Bei jedem einzelnen Fahrzeug muss je nach Modell, Ausstattung oder Baujahr eine individuelle Lösung gefunden werden.“