Steuerzahler-Schwarzbuch mit vier Fällen aus MV:

So wird im Nordosten Geld verschwendet

Straßenbahnschienen auf der falschen Seite, überteuerte Bootsliegeplätze und ein umstrittener Radweg – der Bund der Steuerzahler moniert, wie in Mecklenburg-Vorpommern mit Geld umgegangen wird.

Irgendetwas stimmt doch hier nicht, dachten die Schweriner, nachdem Straßenbahnschienen neu verlegt wurden.
Jens Büttner Irgendetwas stimmt doch hier nicht, dachten die Schweriner, nachdem Straßenbahnschienen neu verlegt wurden.

Das diesjährige Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler, das am Donnerstag in Berlin vorgelegt worden ist, listet auch vier Fälle mutmaßlicher Steuerverschwendung in Mecklenburg-Vorpommern auf. Dazu gehört die Verlegung von Straßenbahnschienen auf der falschen Straßenseite in Schwerin. Dadurch passe der Anschluss nicht mehr an die Gleise am gerade sanierten, zentralen Nahverkehrsknotenpunkt Marienplatz.

Die neue Fußgängerzone dort werde nun aufgerissen, um den Gleisanschluss herzustellen - zusätzliche Kosten laut Bund der Steuerzahler: 137.000 Euro. Sein Fazit: Mit einer Planung aus einem Guss wäre der Schaden vermieden worden.

Weitere Fälle im Schwarzbuch betreffen den Kauf eines maroden Hauses für die Feuerwehr in Boizenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim), fast zehn Millionen Euro Kosten für 70 neue Bootsliegeplätze in Waren an der Müritz und einen umstrittenen Radwege-Bau in Schwerin.

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