Sorge in MV wächst:

Kommt Afrikanische Schweinepest zu uns?

Die Tierseuche ist über Russland und Weißrussland schon bis zur polnischen Ostgrenze vorgedrungen. In MV wächst die Angst, denn einen Impfstoff gibt es noch nicht.

Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern befasst sich am Freitag mit der afrikanischen Schweinepest.
Jens Büttner Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern befasst sich am Freitag mit der afrikanischen Schweinepest.

Agrarminister Till Backhaus (SPD) hat vor den Folgen einer neuerlichen Ausbreitung der Schweinepest gewarnt und die Einhaltung der Hygieneregeln angemahnt. "Da waren wir zu DDR-Zeiten schon weiter. Heute kann fast jeder auf den Hof fahren, wie er will", sagte Backhaus am Freitag im Schweriner Landtag. Die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest von Osteuropa her lasse die Sorge wachsen, dass die Seuche weiter nach Westen vorankomme und schließlich auch Mecklenburg-Vorpommern erreiche. Der Landtag forderte in einem Beschluss umfassende Aufklärung über die Gefahren und verstärkte Bemühungen zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Seuche.

Kommentare (1)

Wenn die Vorwendeschweinezahlen erreicht sind (der Plan ist noch nicht vom Tisch) müssten sich eigentlich auch die Hygieneregeln wieder verschärfen: Die Schweinehaltungsverbote für Private im Osten rücken stetig weiter nach Westen. Die trot alledem unvermeidlichen Opfer der Pest im Schweinesystem sorgten bisher immer für geschlossenere größere Konzentrationsanlagen, die aber nicht nur von Vegetariern finanziert werden müssen. Der Bauern-Staat macht es möglich.