TV-Duell:

SPD und CDU in MV auf Kuschelkurs

Die Umfragewerte vor der Landtagswahl  lassen eine Fortsetzung der Großen Koalition möglich erscheinen. Entsprechend freundlich gehen die Parteien miteinander um.

Die Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD, l) und der stellvertretende Ministerpräsident Lorenz Caffier (CDU) gingen ausnehmend freundlich miteinander um.
Axel Heimken Die Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD, l) und der stellvertretende Ministerpräsident Lorenz Caffier (CDU) gingen ausnehmend freundlich miteinander um.

Lob vor laufenden Kameras für den Kontrahenten im Rennen um das höchste Regierungsamt in Mecklenburg-Vorpommern: Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) zollte beim großen TV-Rededuell vor der Landtagswahl im NDR seinem Herausforderer und Innenminister Lorenz Caffier (CDU) Hochachtung für dessen Bewältigung der Flüchtlingskrise im Land im vergangenen Herbst und Winter. „Das hat er gut gemacht“, sagte Sellering.

Insgesamt schienen die beiden aussichtsreichsten Kandidaten für das Amt des Regierungschefs während der einstündigen Live-Sendung am Dienstagabend bemüht, kein Porzellan zu zerschlagen. Schließlich stehen die Chancen für eine Weiterführung der Großen Koalition nach der Wahl am 4. September in Mecklenburg-Vorpommern nicht schlecht.

Viel Übereinstimmung bei landespolitischen Themen

Zwar stellte sich Caffier vor seine Parteivorsitzende, Bundeskanzlerin Angela Merkel, als Sellering ihre Flüchtlingspolitik kritisierte. Und Sellering verteidigte seinen Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel, als Caffier diesen angriff. Doch rasch fanden die beiden danach zu landespolitischen Themen und dort zu viel Übereinstimmung - etwa bei Fragen wie der Verbesserung der Kinderbetreuung, der Haushaltsdisziplin oder der Entwicklung der Wirtschaft.

Einen der wenigen deutlicheren Unterschiede gab es beim Thema strukturschwache Regionen, vor allem in Vorpommern. Caffier würde im Falle eines Wahlsieges die Entwicklung dieser Regionen, die unter deutlich höherer Arbeitslosigkeit als im Landesdurchschnitt leiden, zur Chefsache in der Staatskanzlei machen. Sellering hingegen sieht das Thema weiter gut im Wirtschaftsministerium aufgehoben.

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