Gleise blockiert:

Spielende Kinder ließen Zug stoppen

Zwei achtjährige Jungen sorgten an der Bahnstrecke bei Hagenow dafür, dass 22 Züge zu spät kamen. Mehr als eine Stunde war die Strecke gesperrt.

Die Intercity-Züge fahren normalerweise vom Hamburger Hauptbahnhof (Foto) in Richtung Berlin.
Daniel Reinhardt Die Intercity-Züge fahren normalerweise vom Hamburger Hauptbahnhof (Foto) in Richtung Berlin.

Die Hochgeschwindigkeitsstrecke der Bahn zwischen Berlin und Hamburg war am Freitag für mehr als eine Stunde gesperrt. Ursache waren mehrere Gegenstände, die bei Hagenow auf den Gleisen lagen. Erst am Sonntag informierte die Bundespolizei in Rostock darüber, dass dafür zwei Kinder im Alter von acht Jahren verantwortlich sind.

Demnach lagen auf den Gleisen in beiden Richtungen Steine, Äste und Betonplattenreste. Für die Räumung war die Strecke am Freitag von 17.36 Uhr bis 18.52 Uhr komplett gesperrt. Laut der Bundespolizei sollen sich dabei bei 22 Zügen 1197 Minuten Verspätung angesammelt haben, vier Züge wurden umgeleitet, zwei fielen komplett aus. Zu einer Beschädigung eines Zuges soll es demnach aber nicht gekommen sein, auch Personen wurden nicht verletzt.

Kein dummer Streich mehr

Parallel suchten mehrere Kräfte der Polizei nach den Tätern und stellten in Hagenow die beiden Kinder. Demnach soll es dort eine Belehrung vor den "extremen Gefahren" gegeben haben, denn dies sei kein "dumme Jungen Streich". Danach brachten die Beamten die beiden Kinder zu ihren Erziehungsberechtigten.

Die Polizei warnt ausdrücklich vor dem Betreten der Bahnanlagen. Insbesondere auf dieser Strecke seien die Züge mit hoher Geschwindigkeit unterwegs und sehr leise. Daher würden sie erst spät erkannt. Insbesondere Eltern sind demnach aufgefordert, ihre Kinder auf diese Gefahren besonders hinzuweisen.

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