Mehrere Verletzte:

Stand mit Polenböllern explodiert

Eine mächtige Explosion erschütterte am Sonntag um 14 Uhr einen sogenannten Polenmarkt in Swinemünde unweit der deutschen Grenze.

Aus Angst vor weiteren Explosionen löschten die Feuerwehrmänner in geduckter Haltung.
Marcin Bielecki Aus Angst vor weiteren Explosionen löschten die Feuerwehrmänner in geduckter Haltung.

Aus noch unbekannten Gründen hatten sich dort Feuerwerkskörper entzündet. Die Explosion war so stark, dass sie Gegenstände aus Metall bis zu 30 Meter weit schleuderte. Noch von einem benachbarten Verkaufsstand flogen Messer und Macheten mehrere Meter weit. Neun Personen erlitten Brand- und Schnittverletzungen, drei kamen ins Krankenhaus, inzwischen wurde eine Person davon entlassen. Über die Herkunft der Opfer ist bislang noch nichts bekannt.

Durch immer wieder neue Explosionen wurde den schnell herbeigeeilten polnischen Rettungskräften die Brandbekämpfung erheblich erschwert. Die Straße war unpassierbar und wurde von der Polizei gesperrt. Die Explosion der Pyrotechnik war sogar im Zentrum der Stadt und in der 500 Meter entfernten, fahrenden Usedomer Bäderbahn zu hören. Augenzeugen berichteten von vibrierenden Scheiben und einem „schaukelnden Zug“.

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