:

Steht an der Müritz bald ein Wende-Denkmal?

Ein Gedächtnisort für die friedliche Revolution 1989 in der DDR soll in MV entstehen. Einer der Initiatoren hat auch schon eine Idee für den passenden Ort.

In Mecklenburg-Vorpommern soll ein Gedächtnisort für den Mauerfall geschaffen werden. Jetzt wird ein passender Ort dafür gesucht.
Maurizio Gambarini In Mecklenburg-Vorpommern soll ein Gedächtnisort für den Mauerfall geschaffen werden. Jetzt wird ein passender Ort dafür gesucht.

In Mecklenburg-Vorpommern soll bis zum 30. Jahrestag des Mauerfalls ein besonderer Gedächtnisort für die friedliche Revolution in der DDR entstehen. Einstimmig forderten am Donnerstag die Abgeordneten aller vier Fraktionen des Landtags die Landesregierung auf, bis zum Frühsommer 2018 ein Konzept dafür zu entwickeln und geeignete Standorte vorzuschlagen. Spätestens im Herbst 2019 solle das Denkmal oder Museum fertig sein.

Bewusst werde offen gelassen, wo ein Denkmal stehen und wie es aussehen solle. CDU-Fraktionschef Vincent Kokert brachte Waren an der Müritz ins Gespräch. Dort seien am 16. Oktober 1989 erstmals auch im Nordosten etwa 300 Menschen auf die Straße gegangen, unter dem Motto „Eine Hoffnung lernt laufen“. Dazu habe viel Mut gehört, weil nicht klar war, wie das SED-Regime reagiert.

Lebendige Erinnerung an das Jahr 1989

Kokert betonte: „Die DDR war ein Unrechtsstaat.“ Dies hatte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) in der Vergangenheit relativiert und dafür Kritik auf sich gezogen.

„Leider verstehen wir Deutschen es viel zu wenig, uns auch an die glücklichste Stunde unserer jüngeren Geschichte zu erinnern. Und diese Stunde ist ohne Frage die friedliche Revolution 1989“, betonte Kokert. Dieses Ereignis müsse in lebendiger Erinnerung gehalten werden. „Das Feuer, das damals in den Herzen der Menschen brannte, soll auch für junge Leute erlebbar werden“, sagte der CDU-Politiker als einer der Antragsinitiatoren.