Tief Nils über dem Nordosten:

Sturm und Gewitter richten Schäden in MV an

Der erste heftige Herbststurm fegte am Wochenende über Mecklenburg-Vorpommern hinweg. Die Schäden hielten sich in Grenzen.

Das Unwetter ließ wie hier in Rostock viele Bäume auf die Straße krachen.
Stefan Tretropp Das Unwetter ließ wie hier in Rostock viele Bäume auf die Straße krachen.

Sturm und teils heftige Gewitter haben in der Nacht zu Montag in Mecklenburg-Vorpommern Bäume gefällt, eine Scheune in Brand gesetzt und mehrere Dächer beschädigt. Wie Polizeisprecher in Rostock und Neubrandenburg am Montag erklärten, wurde aber niemand verletzt.

Allerdings beeinträchtigte das Sturmtief Nils die Stromversorgung im nördlichen Netzgebiet des Energieversorgers Wemag. Rund 1000 Kunden zwischen den Ämtern Rehna und Laage seien betroffen gewesen, sagte eine Wemag-Sprecherin. Störungsursache waren umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste, die Schäden an den Freileitungen verursachten.

Die Bundesstraße 197 zwischen Neubrandenburg und Friedland wurde zeitweise wegen umgebrochener Bäume, gegen die zwei Autos gefahren waren, gesperrt. Der Schaden werde allein hier auf rund 20 000 Euro geschätzt. Auch in Rerik (Landkreis Rostock) demolierte ein Baum ein geparktes Auto.  

Abgedeckte Dachziegel

In Tarnow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) schlug ein Blitz in ein Windrad ein, das auf dem Dach einer Scheune gebaut war. Durch Überhitzung und Funkenflug gerieten das Scheunendach sowie Stroh und Heu in Brand. Die in der 45 Meter langen Scheune untergebrachten Pferde und Rinder konnten gerettet werden.

In Rostock wurden in der Nacht laut Polizei 13 Fälle gemeldet, bei denen unter anderem Dachziegel abgedeckt wurden. Größere Schäden habe es aber nicht gegeben. Schon in der Nacht zum Sonntag schlug ein Blitz in einen Baum. Große Teile des Baumes seien auf die Straße gefallen, nur mit einer Notbremsung konnte ein Autofahrer die Kollision verhindern.

In Langenhanshagen (Kreis Vorpommern-Rügen) erfassten die Sturmböen, die zum Teil mit bis zu 90 Stundenkilometer unterwegs waren, das Dach eines Wohnhauses und deckte es zum Teil ab. Die Familie mit zwei Kindern kam bei Verwandten unter.

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