Weiche Deiche:

Sturmflut verursacht erste Schäden

Nach einer erneut stürmischen Nacht drückt die Ostsee noch immer auf die Ostküsten von Mecklenburg-Vorpommern. In Greifswald und auf der Insel Usedom sinken die Pegelstände seit dem Abend langsam.

Am Morgen stand der Pegel in Ueckermünde bei 6,06 Metern, also 92 Zentimeter über dem Normalwert.
Christopher Niemann Am Morgen stand der Pegel in Ueckermünde bei 6,06 Metern, also 92 Zentimeter über dem Normalwert.

Am kleinen Haff in Ueckermünde und auch in Anklam und Karnin stiegen die Wasserstände am Donnerstagmorgen noch weiter an. Dort wurden inzwischen Werte über dem mittleren Hochwasser gemessen. Im Kreis Vorpommern-Greifswald sind zudem die ersten Schäden aufgelaufen.

„Wir haben mehrere Stellen, an denen die Deiche weich werden“, sagte Kreissprecher Achim Froitzheim. In Greifswald-Ladebow musste noch in der Nacht eine Schadstelle mit Sandsäcken abgedichtet werden. Auch in Leopoldshagen sei ein Deich durchgeweicht. Deichläufer hätten noch in der Nacht begonnen, die Küstenschutzanlagen zu kontrollieren. In Binz auf Rügen waren Einsatzkräfte in der Nacht im Einsatz.

Vor Sturmböen wird weiterhin gewarnt

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie rechnet im Laufe des Vormittags mit sinkenden Pegelständen an allen Bereichen. Dennoch geht das Hochwasser nur langsam zurück. Um 8 Uhr lag der Wasserstand in Anklam noch 80 Zentimeter über dem Normalwert, in Ueckermünde 92 und in Wolgast 82.

Der Deutsche Wetterdienst hat auch für Donnerstag im Bereich der vorpommerschen Ostseeküste eine Warnung vor schweren Sturmböen ausgesprochen. Der Wind aus nordöstlichen Richtungen kann demnach Stärke 10, als Geschwindigkeiten bis 100 Kilometer pro Stunde erreichen.

Weiterführende Links