Angezündete Scheune:

Suche nach Brandstiftern von Jamel bislang erfolglos

Bei der Suche nach den Verursachern des Scheunenbrandes auf dem Grundstück des Künstler-Ehepaars Lohmeyer in Jamel tappen die Behörden weiter im Dunkeln. Nun muss eine Entscheidung gefällt werden.

Mitte August brannte die Scheune in Jamel komplett ab.
Jens Büttner Mitte August brannte die Scheune in Jamel komplett ab.

Eine heiße Spur zu den Brandstiftern gebe es nicht, die Sonder-Ermittlungsgruppe "Forst" der Polizei sei aufgelöst worden, sagte am Mittwoch der Sprecher der Schweriner Staatsanwaltschaft, Stefan Urbanek. Er bestätigte damit einen Bericht des Rundfunksenders NDR 1 Radio MV. Wie Urbanek betonte, sind die Ermittlungen zu dem Fall damit aber nicht eingestellt. Die Akten lägen nun zur Prüfung bei der Staatsanwaltschaft, die über das weitere Vorgehen entscheide.

Mitte August war die reetgedeckte Scheune auf dem Forsthof von Birgit und Horst Lohmeyer in Flammen aufgegangen. Ermittler hatten laut Urbanek Spuren von Brandbeschleuniger gefunden und damit Indizien dafür, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. Der Brand ereignete sich nur wenige Tage vor dem Rockfestival, das die Lohmeyers seit Jahren in dem von Rechtsextremen dominierten Dorf veranstalten, um ein Zeichen für Toleranz und Demokratie zu setzen.

Das Ehepaar ist für sein Engagement bereits mehrfach geehrt worden. Aus Solidarität hatte die Rockband Die Toten Hosen in diesem Jahr spontan ein Sonderkonzert bei dem Festival gegeben und so für einen neuen Besucherrekord gesorgt

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