Staatsschutz ermittelt:

Tat gefilmt: Jugendliche werfen Scheiben von Flüchtlingsheim in Güstrow ein

Schon mehrfach ist das Flüchtlingsheim von Güstrow von Unbekannten attackiert worden. Nun flogen wieder Steine. Es gibt Bilder von den jugendlichen Tätern.

Stefan Sauer Ob die Tat einen rechtsgerichteten Hintergrund habe, sei unklar, sagt die Polizei. Die Steine könnten auch "aus dem Moment heraus" geworfen worden sein.

Jugendliche haben eine Flüchtlingsunterkunft in Güstrow mit Steinen beworfen. Dabei gingen am Samstag zwei Scheiben zu Bruch, wie die Polizei in Rostock mitteilte. "Es wurde bei dem Angriff niemand verletzt", sagte ein Sprecher am Sonntag. Die unbekannten Täter wurden von einer Videokamera gefilmt. Die Aufnahmen zeigen, wie mehrere Steine aus einer Gruppe von vier Jugendlichen gegen das Gebäude geworfen werden. Das Wachpersonal habe die Sachbeschädigung angezeigt.

Ob die Tat einen rechtsgerichteten Hintergrund habe, sei unklar. Die Steine könnten auch "aus dem Moment heraus" geworfen worden sein, hieß es. Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz habe die Ermittlungen aufgenommen und werte das Filmmaterial aus. Die Videoaufzeichnungen sollen aber nicht besonders gut sein.

Das 2013 eingerichtete Asylbewerberheim ist schon mehrfach angegriffen worden. Vor der Eröffnung des Heims verschütteten Unbekannte Buttersäure auf der Eingangstreppe. An das Haus des Bürgermeisters wurden fremdenfeindliche Parolen geschmiert. Im Oktober 2014 wurden zwei brennende Feuerwerkskörper in einen Kellerraum des Wohnheims geworfen. Für den Schutz der Flüchtlinge sorgt inzwischen ein Wachdienst.

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Kommentare (2)

Ach Gott Scheibe kaputt. :-)))) Was war gestern in Leipzig los? Gutmenschen! 70 Beamte verletzt. Schreib doch da mal einen ausführlichen Bericht. Da reichen eure Seiten gar nicht aus. ha ha .

Die schweren Ausschreitungen in Leipzig machen die Steine auf das Flüchtlingsheim in Güstrow wohl kaum zur Bagatelle. Hier finden Sie Berichte zu den Ausschreitungen in Leipzig, bei denen 69 Polizisten verletzt wurden: http://www.nordkurier.de/nachrichten/ticker/69-verletzte-polizisten-bei-krawallen-in-leipzig-1319359812.html http://www.nordkurier.de/nachrichten/ticker/gewaltexzess-autonome-randalieren-in-leipzig-1319364212.html