Zu wenig Sauerstoff:

Tausende tote Fische vor Nienhagen

Am Strand von Nienhagen westlich von Warnemünde sind am Dienstag sehr viele tote Fische angespült worden. Dabei handelt es überwiegend um Süßwasserfische wie Brassen oder Plötzen.

Nach Einschätzung von Christopher Zimmermann vom Rostocker Thünen-Institut für Ostseefischerei sind die Tiere an Sauerstoffmangel verendet, ein im Sommer nicht seltener Vorgang. Oberflächenwasser werde bei ablandigem Wind vergedrängt und durch sauerstoffärmeres Tiefenwasser ersetzt. Bei den niedrigen Salzkonzentrationen der Ostsee könnten auch hier Süßwasserfische gute Lebensbedingungen finden. Umgekehrt dringen Seefische in die Flussmündungen vor, bis sie mit der geringer werdenden Salzkonzentration nicht mehr klarkommen.