Friedliche Demonstration:

Tausende zeigen Solidarität für Flüchtlinge

Mehr als 1200 Demonstranten sind am Samstag aus Solidarität mit Flüchtlingen in Rostock auf die Straße gegangen. Sie wollten der rassistischen Hetze und dem gesellschaftlichen Rechtsruck etwas entgegensetzen.

In Rostock forderten Demonstranten mehr Solidarität mit Flüchtlingen. Veranstalter war ein Bündnis linker Gruppen und Organisationen, rund 1.000 Menschen beteiligen sich an der Demonstration.
Bernd Wüstneck In Rostock forderten Demonstranten mehr Solidarität mit Flüchtlingen. Veranstalter war ein Bündnis linker Gruppen und Organisationen, rund 1.000 Menschen beteiligen sich an der Demonstration.

Etwa 1200 Menschen haben in Rostock für mehr Solidarität mit Flüchtlingen demonstriert. Sie forderten am Samstag unter anderem eine menschenwürdige Willkommenskultur, eine bessere Flüchtlingspolitik und ein tatsächliches Recht auf Asyl. Veranstalter war ein Bündnis linker Gruppen und Organisationen, darunter die Antifa Rostock und die Initiative Stop it!.

Nach deren Angaben macht sich vielerorts rassistische Hetze breit – darunter Spielplatzverbote für geflüchtete Kinder, Bürgerinitiativen und Nazipropaganda gegen die Aufnahme von Flüchtlingen, Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte oder rassistische Ausgrenzung und Gewalt an öffentlichen Orten. Grüne und Linke unterstützten die Demonstration. Die Veranstaltung blieb friedlich.

Tragödie von Lampedusa

Der Landesvorsitzende der Grünen, Andreas Katz, sagte, der Tod Hunderter Menschen vor Lampedusa habe weltweit Entsetzen und Trauer ausgelöst. „Wir können und wollen nicht weiterhin die Toten begraben und dann bis zum nächsten Unglück wieder zur Tagesordnung übergehen.“ Flüchtlinge seien vor allem Menschen in Not, die einen Anspruch auf Unterstützung und Hilfe hätten, sagte Katz.

Die Tragödie von Lampedusa, aber auch der Anschlag auf die Flüchtlingsunterkunft in Güstrow Mitte Oktober seien Mahnung und Appell, den Umgang der Gesellschaft mit Flüchtlingen kritisch zu hinterfragen und praktische Konsequenzen zu ziehen.

Laut Katz wird verhindert, dass Flüchtlinge für ihren Lebensunterhalt arbeiten. Sie würden in Massenunterkünfte gezwungen, die freie Wohnortwahl werde ihnen verweigert. „Wir schicken Flüchtlinge in sogenannte Drittstaaten zurück, obwohl wir wissen, dass sie dort teils katastrophale Lebensbedingungen vorfinden.“

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung