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Theater im Osten schon jetzt benachteiligt

Neubrandenburgs Oberbürgermeister Paul Krüger nimmt nach der Entscheidung, das Schweriner Staatstheater mit Millionen zu stützen, kein Blatt mehr vor den Mund.

Paul Krüger: Das Land benachteiligt die Theater im Osten.
nk Paul Krüger: Das Land benachteiligt die Theater im Osten.

Nachdem das Regierungskabinett beschlossen hat, sich künftig finanziell stärker an einem künftigen "Staatstheater Mecklenburg" in Schwerin zu engagieren, kommt heftige Kritik aus Neubrandenburg. Oberbürgermeister Paul Krüger (CDU) sieht in der Entscheidung eine klare Benachteiligung der Theater- und Orchesterstandorte im Ostteil von Mecklenburg-Vorpommern. "Die Stadt Schwerin hat bislang das wenigste für eine Reformierung der eigenen Theaterstruktur getan. Wenn dem Theater jetzt trotzdem weitere Hilfen gewährt werden, befremdet mich das", sagte Krüger dem Nordkurier. Ähnlich hatte sich bereits Krügers Amtskollege in Greifswald, Arthur König (CDU), geäußert.

Das Kabinett hatte am Dienstag unter anderem beschlossen, dem Schweriner Theater neben einer Soforthilfe von zwei Millionen Euro für dieses Jahr bis 2020 pro Jahr zwischen 1,2 und 1,6 Millionen Euro über die normale Förderung hinaus zu zahlen.