Haftstrafe und Einweisung:

Urteil nach tödlichem Raub auf Friedhof

Eine 83-Jährige starb nach einem Überfall auf einem Rostocker Friedhof. Jetzt ist das Urteil gegen die Täter gefällt worden.

Tatort Westfriedhof Rostock - hier starb im Dezember eine ältere Dame nach einem Überfall.
Bernd Wüstneck Tatort Westfriedhof Rostock - hier starb im Dezember eine ältere Dame nach einem Überfall.

Nach einem tödlichen Überfall auf eine 83-jährige Frau auf dem Rostocker Westfriedhof hat das Landgericht Rostock die Einweisung eines 20-Jährigen in eine psychiatrische Klinik angeordnet. Ein 56-Jähriger, der nach Ansicht des Gerichts vom Donnerstag eine führende Rolle bei der Tatvorbereitung hatte und das Opfer ausgespäht hatte, muss für vier Jahre und sechs Monate hinter Gitter.

Der 20-Jährige hatte im Prozess gestanden, im Dezember der Frau Reizgas ins Gesicht gesprüht und dann so heftig an ihrer Handtasche gezerrt zu haben, dass die Seniorin zu Boden stürzte. Sie starb an den Folgen der dabei erlittenen Kopfverletzungen. In ihrer Handtasche waren 35 Euro.

Der Richter kritisierte, dass der ältere, erheblich vorbestrafte Mann im Prozess keine Reue gezeigt habe. Sein gewissenloses Handeln habe sich strafverschärfend ausgewirkt. Ein psychiatrischer Gutachter hatte dem 20-Jährigen eine schwere Persönlichkeitsstörung attestiert. Er sei dadurch nur eingeschränkt steuerungsfähig gewesen. Er habe dem Älteren aufgrund seiner Persönlichkeitsstörung nichts entgegensetzen können. Der Richter sagte, dass er trotz seiner Beeinträchtigung hätte erkennen müssen, dass die Frau nach dem Sturz schwer verletzt war.

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