Leiche identifiziert:

Toter an dänischer Küste ist vermisster Angler aus der Ostsee

Vier Wochen nach dem Verschwinden zweier Angler auf der Ostsee ist klar: Zumindest einer der beiden ist tot. Der zweite Mann bleibt verschwunden.

Das Schicksal eines seit Dezember vermissten Anglers aus Sachsen ist geklärt. Bei einer vor Weihnachten in Dänemark angespülten Leiche handele es sich zweifelsfrei um den vermissten 42-Jährigen, teilte die Kriminalpolizei in Wismar am Freitag mit.

Der Mann und ein noch immer vermisster 61-Jähriger aus der Region Eilenburg waren am Morgen des 10. Dezember bei Boiensdorf in Nordwestmecklenburg mit einem offenen Motorboot hinausgefahren und nicht zurückgekehrt. Die intensive Suche nach ihnen war mehrere Tage nach ihrem Verschwinden eingestellt worden. Knapp zwei Wochen später wurde eine Leiche am Strand der Insel Lolland angespült. Die Identifizierung des Toten gestaltete sich langwierig, auch da der Mann keine Papiere bei sich hatte.

2015 war ein schwarzes Jahr für Sportbootfahrer. Nach Angaben eines Polizeisprechers kamen bis Anfang Dezember bei 212 Sportbootunfällen in Mecklenburg-Vorpommern bereits acht Männer ums Leben, darunter mindestens vier Angler. Ein ähnlichen Fall wie bei Poel hatte sich Anfang September vor Kühlungsborn ereignet. Dort waren zwei Berliner trotz Sturms zum Angeln gefahren und verunglückt. Die Leichen wurden wenige Tage später an Land gespült. 2014 hatte es keinen tödlichen Sportbootunfall gegeben, 2013 waren fünf Menschen bei solchen Unfällen gestorben.

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