Backhaus und seine Ex-Freundin:

Traktor-Streit erneut vor Gericht

Rosenkrieg vor dem Rostocker Landgericht. Agrarminister Till Backhaus (SPD) und seine Ex-Freundin streiten unter anderem um einen Traktor. Dabei gibt es unterschiedliche Sichtweisen.

Beim Traktor-Streit um Till Backhaus ist noch kein Ende in Sicht.
Bernd Wüstneck Beim Traktor-Streit um Till Backhaus ist noch kein Ende in Sicht.

Im Zivilprozess zwischen Agrarminister Till Backhaus (SPD) und seiner Ex-Freundin unter anderem um einen Traktor hat dessen Verkäufer am Mittwoch eine andere Darstellung als Backhaus im November 2014 abgegeben. Der Minister hatte damals im Landgericht Rostock gesagt, dass er dem Schäfer im Juli 2008 das Gefährt für 10 000 Euro abgekauft hätte, um diesem in einer Notlage zu helfen. Das Geld habe er sofort überwiesen. Nach der Trennung von der Freundin, mit der er von 2008 bis 2010 zusammen war, habe er sich eine Zweitschrift des Kaufvertrags unterschreiben lassen.

Der Schäfer sagte am Mittwoch, dass er das Geld ohne Gegenleistung bekommen habe. Jahre später habe er den Blankovertrag unterzeichnet, um ihm einen Gefallen zu tun. Backhaus hätte ihm den Vertrag ohne Eintragung per Fax geschickt, nur mit seiner Unterschrift versehen hätte er ihn zurückgesendet, sagte der Schäfer.

Noch unklar, wem der Traktor gehört

Zuvor hatte die Ex-Freundin von Backhaus geschildert, dass sie 2009 den Traktor für 25 000 Euro von dem Schäfer gekauft habe. Es sei ihr nicht bekannt gewesen, dass der Traktor schon verkauft gewesen sein soll. Das wäre ihr auch nicht in den Sinn gekommen, denn der Traktor sei damals noch über eine Bank finanziert gewesen.

Der Anwalt des Ministers bezeichnete die Aussage des Schäfers als unglaubwürdig. Es sei nicht vorstellbar, dass Backhaus ohne Gegenleistung 10 000 Euro herschenke. Der Anwalt der Ex-Freundin sprach dagegen von einer glaubhaften Einlassung. Backhaus komme aus den von ihm falsch dargestellten Sachverhalten nicht mehr heraus. Es sei bereits einen Strafantrag gegen den Minister wegen des Verdachts des Prozessbetrugs gestellt worden.

 

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