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Trinkwasser nicht betroffen

Wissenschaftler sind ratlos, Verbraucher verunsichert - erhöhte Uranwerte im Grundwasser sorgen punktuell für Aufsehen. Wirkliche Gefahr besteht aber nicht.

Experten: Das Trinkwasser im Land enthält nicht zu viel Uran.
Oliver Berg Experten: Das Trinkwasser im Land enthält nicht zu viel Uran.

Uran gefährdet unser Grund- und damit später auch das Trinkwasser - diese Meldung sorgte in den vergangenen Tagen für Aufregung bei Verbrauchern wie Versorgern gleichermaßen. Doch ist tatsächlich etwas dran? Strahlt unser Wasser, müssen Brunnen bald geschlossen werden?

Fakt ist: Das Trinkwasser im Land kann bedenkenlos genossen werden, der Urangrenzwert von maximal 10 Milligramm pro Liter Trinkwasser werden überall eingehalten. So vermeldete es das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) mit Verweis auf eine Untersuchung zum  Uran-Gehalt in Grund- und Trinkwasser in MV aus dem vergangenen Jahr. Lediglich an zwei Messstellen der Region, in Waren-Feisneck und Friedland-Bauersheim, wurden die Grenzwerte zwischen 2007 und 2010 mehrfach überschritten, allerdings nur bei den Grundwassermessungen. Zwischen den Messpunkten und den Trinkwasserentnahmestellen liegen jedoch oft bis zu 50 Meter Tiefe. Auf dieser Strecke filtert der Boden die erhöhte Urankonzentration aus dem Grundwasser. 

Offen jedoch bleibt die Frage, wie die punktuell erhöhten Uranwerte im Grundwasser zustande kommen. "Richtig ist, dass wir nicht wissen, wie solche Uranwerte zustande kommen", teilte das LUNG mit. Den Vorwurf der Grünen-Landtagsabgeordneten Ursula Karlowski, schuld sei der vermehrte Einsatz von Phosphordüngemitteln, konnten die Wissenschaftler in ihrer Untersuchung nicht bestätigen. Im Bericht heißt es: "Somit gibt es derzeit hinsichtlich der Hypothese, dass das Uran im Grund- und Trinkwasser aus Phosphordünger stammt, keine belastbaren Erkenntnisse."