Streiks an Schleusen:

Unfreiwilliger Stopp für Freizeitkapitäne

Der Bund will die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung straffen. Die Gewerkschaft Verdi befürchtet den Abbau etlicher Arbeitsplätze. Um dem Protest Nachdruck zu verleihen, wird auch im Nordosten gestreikt.

Nichts geht mehr für die Skipper: Die Schleusen werden bestreikt.
dpa Nichts geht mehr für die Skipper: Die Schleusen werden bestreikt.

Freizeit-Skipper und Fahrgastschiffe werden seit Mittwochmorgen in Südwestmecklenburg gestoppt. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat ihre Streiks bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes auf Mecklenburg-Vorpommern ausgedehnt. So werden zunächst die Schleusen Dömitz, Güritz und Findenwirunshier im Kreis Ludwigslust-Parchim nicht bedient, wie es vom zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg am Morgen hieß. Damit können Bootsführer nicht mehr von Schwerin und der Müritz zur Elbe und umgekehrt. Am Donnerstag soll der Streik noch auf weitere der 17 Schleusen der Müritz-Elde-Wasserstraße und auf die noch stärker befahrene Müritz-Havel-Wasserstraße nach Berlin ausgedehnt werden.

Der Gewerkschaft hat am Mittwoch insgesamt rund 600 Mitarbeiter in Mecklenburg-Vorpommern, darunter auch in Stralsund und Rostock, sowie in Schleswig-Holstein unter anderem am vielbefahrenen Nord-Ostsee-Kanal zum Streik aufgerufen. Verdi fordert Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag, um Folgen der geplanten Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung mit 12 000 Mitarbeitern abzumildern. Der Bund als Arbeitgeber verweigere bisher aber Verhandlungen.

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