Demo in Schwerin:

Unis beklagen Finanznot

Gut 2000 Studenten und Hochschulmitarbeiter machen ihrem Ärger über die Finanzlage der Unis in MV Luft.

Studenten protestieren für eine bessere Finanz­ausstattung.
Jens Büttner Studenten protestieren für eine bessere Finanz­ausstattung.

Die Rektoren von Mecklenburg-Vorpommerns Hochschulen zeichnen ein dramatisches Bild der Finanzlage ihrer Einrichtungen. Die Hochschulen seien vom Land unterfinanziert, die Kosten für Personal und Unterhalt der Gebäude stiegen schneller als die Zuweisungen aus Schwerin, hieß es am Dienstag unisono in einer Anhörung des Finanzausschusses zum Haushalt 2014/15. Der Grünen-Abgeordnete Johannes Saalfeld bezifferte das Defizit der Hochschulen auf 29 Millionen Euro jährlich.

Sollte das Land in den kommenden zwei Jahren nicht mehr Geld zur Verfügung stellen, müssten weitere Stellen von Professoren und anderen Mitarbeitern unbesetzt bleiben, hieß es in der Anhörung weiter. Allein an der Universität Greifswald wären 44 Stellen betroffen, sagte Rektorin Johanna Weber. Diese sogenannten Vakanzen bedrohten die Qualität von Lehre und Forschung massiv. Die meisten anderen Rektoren berichteten Ähnliches.

Zur selben Zeit demonstrierten vor dem Schloss, dem Sitz des Landtags, rund 2000 Studenten und Hochschulmitarbeiter aus allen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns für eine bessere Finanzierung der zwei Universitäten in Rostock und Greifswald und vier staatlichen Hochschulen in Stralsund, Neubrandenburg, Wismar und Rostock. Mit lauter Musik und einem Trillerpfeifen-Konzert versuchten sie sich Gehör zu verschaffen.

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