Lageristen gesucht:

Unternehmen locken junge Polen aus der Heimat

Die einen haben die offenen Stellen, die anderen finden keinen sicheren Job. In Pasewalk kommen beide zusammen. Für eine bessere Zukunft.

Immer mehr Stellen im Bereich Logistik werden in MV mit polnischen Auszubildenden besetzt. Während es für Unternehmen problematisch ist, geeignete Azubis zu finden, suchen polnische Lehrlinge eine gute Perspektive für die Zeit nach der Lehre.
Jan Woitas Immer mehr Stellen im Bereich Logistik werden in MV mit polnischen Auszubildenden besetzt. Während es für Unternehmen problematisch ist, geeignete Azubis zu finden, suchen polnische Lehrlinge eine gute Perspektive für die Zeit nach der Lehre.

Sven Wallisch ist Leiter der Logistikverwaltung Region Ost bei der Rewe-Gruppe und an diesem Tag auf der Suche nach neuen Auszubildenden für sein Unternehmen. Ein junger Mann aus Stettin ist einer von einem guten Dutzend Polen, die heute auf der Suche nach einer neuen, sicheren Zukunft sind. Getroffen haben sie sich in der Pasewalker Agentur für Arbeit. Zusammen gebracht wurden sie vom Projekt „Cleveres Köpfchen“. Das richtet sich vor allem an deutsche Unternehmen im östlichen Mecklenburg-Vorpommern, die auch Polen ausbilden wollen und zugleich an junge Polen aus der Wojewodschaft Westpommern, die im Ausland lernen möchten.

Bedarf dafür scheint es auf beiden Seiten zu geben. Für den aktuellen Jahrgang haben sich knapp 30 deutsche Unternehmen gemeldet. Und aus Polen gibt es rund 40 Bewerber. Das Projekt gibt es schon seit 2011, berichtet Christian Justa, Leiter der Pasewalker Agentur für Arbeit. Die Zahl der beteiligten Unternehmen und Auszubildenden sei dabei stetig gestiegen.

Wichtig sei dabei vor allem, dass sich die jungen Leute bewusst sind, welchen Schritt sie tun, wenn sie die Heimat verlassen und dass die Arbeit im Lager körperlich sehr anstrengend ist, betont Sven Wallisch. Für den jungen Mann aus Stettin ist das alles kein Problem. Harte Arbeit fürchte er nicht. Und seine Freundin habe ein Auto. Damit könne sie ihn dann besuchen. Wo auch immer.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung