Todesfall:

Unternehmer Mathias Stinnes gestorben

Mit dem Namen Mathias Stinnes sind in Mecklenburg-Vorpommern viele Wirtschafts-Geschichten von Aufbruch und Scheitern verbunden.

Auf Burg Schlitz zwischen Teterow und Waren betrieb Mathias Stinnes ein Luxushotel.
Bernd Wüstneck Auf Burg Schlitz zwischen Teterow und Waren betrieb Mathias Stinnes ein Luxushotel.

Der Unternehmer Mathias Stinnes, lange Jahre Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung MIT im Nordosten, ist tot. Der 74-Jährige starb am 14. Januar in Hamburg, wie seine Büroleiterin Gabi Orlowski am Mittwoch in Burg Schlitz sagte. „Es war für uns alle unerwartet.“ Er galt als letzter aktiver Geschäftsmann der Familie Stinnes, die Anfang des 20. Jahrhunderts einen der größten Handels- und Industriekonzerne Deutschlands besaß

Stinnes war zuletzt noch Geschäftsführer der Hugo Stinnes GmbH & Co KG mit Sitz auf Burg Schlitz, wo er nach 1990 ein Luxushotel gekauft hatte. In Mecklenburg-Vorpommern betrieb Stinnes nach 1990 mehrere Firmen, wie die Spedition Neubrandenburger Verkehrs AG (NEVAG), das Flugzeugwerk Ostmecklenburgische Flugzeugbau (OMF) und die private Eisenbahnfirma Ostmecklenburgische Eisenbahngesellschaft (OME) in Neubrandenburg, die inzwischen verkauft oder wieder geschlossen wurden. Stinnes hatte sich zudem beim Sportclub Neubrandenburg und bei einer Flugsportgruppe in Laage engagiert.

Seine Urne soll nach dem Willen seiner Familie in der Familiengruft in Mülheim an der Ruhr beigesetzt werden. Anfang Februar sei eine öffentliche Trauerfeier auf einem Friedhof in Hamburg geplant.

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