Entscheidung des Bundesgerichtshofs:

Urteil wegen Mordes und Vergewaltigung bestätigt

Er hatte seine Partnerin mehrfach vergewaltigt und schließlich getötet. Auch in zweiter Instanz wurde der Rostocker zu einer langen Gefängsnisstrafe verurteilt.

Der BGH in Karlsruhe bestätigte ein Urteil des Landgerichts Rostock.
Uli Deck Der BGH in Karlsruhe bestätigte ein Urteil des Landgerichts Rostock.

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat die Verurteilung eines Mannes zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen Mordes in Tateinheit unter anderem mit Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung bestätigt.

Das Landgericht Rostock hatte es im Februar 2015 als erwiesen angesehen, dass der Rostocker seine 32-jährige Partnerin zunächst an Silvester 2013 vergewaltigt hatte. Die Frau hatte dem mehrfach vorbestraften Mann jedoch verziehen. Ende Januar oder Anfang Februar 2014 hatte er sie nach Erkenntnissen der Ermittler erneut vergewaltigt. Um diese Straftat zu verdecken, habe er sie mit einem Kissen erstickt und später die Leiche in einem Wäldchen bei Lichtenhagen vergraben. Zudem habe er noch eine zweite Frau vergewaltigt.

Im Urteil war die besondere Schwere der Schuld festgestellt worden, auch das sei vom BGH bestätigt, teilte das Landgericht am Freitag mit. Damit ist eine Haftentlassung nach 15 Jahren ausgeschlossen.

Die Verteidigerin hatte Revision beim BGH eingelegt. Es sei völlig offen geblieben, wie die Frau zu Tode gekommen ist. Auch der für einen Mord zwingend notwendige Vorsatz sei nicht beleuchtet, zudem seien Zeugenaussagen einseitig bewertet worden.

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