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Bundeswehr-Drohne soll wieder fliegen

Der Euro Hawk gilt als die größte Rüstungspanne der Bundeswehr. Dennoch plant die Bundesregierung, den unbemannten Flieger wieder einzusetzen.

Für die Wiederinbetriebnahme werden Kosten von mindestens 455 Millionen Euro fällig.
Cassidian Für die Wiederinbetriebnahme werden Kosten von mindestens 455 Millionen Euro fällig.

Die Bundeswehr-Drohne Euro Hawk soll nach Nordkurier-Informationen im ersten Quartal 2018 wieder fliegen dürfen. Die Bundesregierung plant, die als Schrott-Vogel in Verruf geratene Drohne, für Testflüge einzusetzen. Getestet werden soll dabei ein Aufklärungssystem, das einst passgenau für den Euro Hawk entwickelt wurde. Ziel ist, dieses System weiter zu entwickeln und für den Einsatz an Bord anderer Flieger anzupassen.

Ursprünglich wurde das Euro Hawk-Projekt im September 2013 eingestellt. Bis dato hatte es den deutschen Steuerzahler bereits 600 Millionen Euro gekostet. Die Kosten für den Testflugbetrieb werden derzeit "auf circa 200 Millionen Euro geschätzt." Für die weitere Entwicklung des Aufklärungssystems werden laut Verteidigungsministerium zusätzlich "Kosten in Höhe von 255 Millionen Euro erwartet."