:

Verbleib des "Rügener Badejunge" auf der Insel ungewiss

Aus frischer Inselmilch gefertigt - so wirbt der Camembert "Rügener Badejunge" auf der Rückseite der Verpackung. Ob das künftig so bleibt, ist offen.

Die Käserei auf Rügen produziert seit 1991 für die Dortmunder Rotkäppchen Peter Jülich GmbH. 1995 hatte das Dortmunder Unternehmen die Markenrechte des bekannten DDR-Camemberts von der Bergener Molkereigenossenschaft erworben und die Marke "Rügener Badejunge" nach mehrjähriger Abstinenz bundesweit wieder eingeführt.
Stefan Sauer Die Käserei auf Rügen produziert seit 1991 für die Dortmunder Rotkäppchen Peter Jülich GmbH. 1995 hatte das Dortmunder Unternehmen die Markenrechte des bekannten DDR-Camemberts von der Bergener Molkereigenossenschaft erworben und die Marke "Rügener Badejunge" nach mehrjähriger Abstinenz bundesweit wieder eingeführt.

Der Kult-Camembert wird möglicherweise künftig nicht mehr auf der Insel Rügen produziert. Die Rotkäppchen Peter Jülich GmbH, Markeninhaber des "Rügener Badejunge", erwägt einen Umzug der Produktion in das Stammwerk im thüringischen Altenburg Land.

Der geschäftsführende Gesellschafter von Rotkäppchen, Alexander Kolb, bestätigte einen entsprechenden Bericht in der Lebensmittelzeitung. Hintergrund des möglichen Umzugs ist der Ende 2018 auslaufende Vertrag zwischen der DMK Deutsche Milchkontor und dem Markeneigner Rotkäppchen. DMK produziert für Rotkäppchen den Käse in Bergen auf der Insel Rügen.

In einer knappen Pressemitteilung ergänzte DMK, dass es aktuell Gespräche über eine zukünftige Zusammenarbeit gibt. Weitere Fragen über den Inhalt der Verhandlungen beantwortete DMK nicht. In Bergen wollte sich die Betriebsleitung nicht äußern. Man wolle die laufenden Verhandlungen nicht gefährden, hieß es. In dem Werk in Bergen sind 64 Mitarbeiter beschäftigt.

Medienberichten aus Thüringen zufolge sind die Umzugspläne bereits konkret. Demnach plant Rotkäppchen am Standort in Lumpzig bereits neue Reiferäume sowie zusätzliche Kapazitäten bei Lagerung und Verpackung. Derzeit liefen die Gespräche mit dem Architekten, wie es hieß.