Schwere Vorwürfe:

Verdacht des Geheimnisverrats beim Landeskriminalamt

Es klingt wie das Grundgerüst eines Agenten-Romans: korrupte Kriminalbeamte, ein ukrainischer Milliardär, geheime Informationen und bündelweise Geld. Doch der Fall ist keine Fiktion, er soll sich in MV ereignet haben.

Bei geheimen Treffen sollen die Informanten mit großen Bargeldbeträgen bezahlt worden sein.
Matthias Balk/Symbolbild Bei geheimen Treffen sollen die Informanten mit großen Bargeldbeträgen bezahlt worden sein.

Mitarbeiter des Landeskriminalamts (LKA) Mecklenburg-Vorpommern sollen laut NDR-Informationen jahrelang geheime Informationen verkauft haben. Dabei sollen mehrere Hunderttausend Euro Schmiergelder geflossen sein.

Konkret geht es um Ermittlungsergebnisse, die ein Beamter, seine Frau und ein früherer LKA-Mitarbeiter an den ukrainischen Milliardär Dmytro Firtasch geliefert haben sollen. Unternehmer Firtasch steht selbst im Visier us-amerikanischer Ermittler. Dem Ukrainer wird Bestechung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

BKA eingeschaltet

Diese Ermittlungen sollen mit dem Geheimnisverrat in Mecklenburg-Vorpommern zusammenhängen. Das Leck im LKA soll Dmytro Firtasch über den Stand der Ermittlungen informiert und dafür Geld erhalten haben.

Das LKA hat inzwischen das Bundeskriminalamt (BKA) auf den Plan gerufen. BKA-Ermittler haben am Mittwoch die Wohnung und den Arbeitsplatz eines LKA-Beamten wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und der Steuerhinterziehung durchsucht, teilte das LKA mit. Der betroffene Mitarbeiter sei verhaftet worden. Auch gegen einen ehemaligen Beamten der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern, der zeitweise im LKA eingesetzt war, wird ermittelt.

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