Gepäck-Fund:

Rostocker Hauptbahnhof wegen Bombenalarm gesperrt

Mitten im Feierabendverkehr war der Rostocker Hauptbahnhof lahmgelegt. Grund waren zwei herrenlose Gepäckstücke an Bahnsteig 7. Erst nach Stunden gab es Entwarnung.

Der Hauptbahnhof in Rostock war stundenlang gesperrt.
Bernd Wüstneck/Symbolfoto Der Hauptbahnhof in Rostock war stundenlang gesperrt.

Nach dem Fund zweier herrenloser Koffer ist der Rostocker Hauptbahnhof am späten Mittwochnachmittag für mehrere Stunden vollständig gesperrt worden. Erst gegen 21.35 Uhr kam die Entwarnung der Sprengstoffexperten vom Munitionsbergungsdienst: Beide Koffer sind harmlos. Besonders im Nahverkehr kam es zu erheblichen Behinderungen. Der Fernverkehr sei um Rostock umgeleitet worden, sagte eine Bahnsprecherin.

Nach Angaben der Bundespolizei war zunächst gegen 17.15 Uhr eine Teilsperrung am Bahnsteig 7 angeordnet worden. Wenig später wurde der Bahnhof komplett geräumt. Vor dem Bahnhof warteten Dutzende Fahrgäste.

Zahlreiche Zugausfälle

Im Bahnhof untersuchten Spezialisten des Munitionsbergungsdienstes die Gepäckstücke. Der erste Koffer wurde geröntgt und stellte sich als harmlos heraus. Beim zweiten Koffer war die Diagnose unklar - darum sei er gesprengt worden, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei.

Die Bundespolizei sucht weiter nach den Besitzern der herrenlosen Koffer. "In den Hartschalenkoffern war Kleidung, es gibt aber bisher keine brauchbaren Hinweise auf Besitzer", sagte eine Sprecherin der Bundespolizei am Donnerstag in Rostock. Durch die mehrstündige Sperrung habe es 19 Zugausfälle und Teilausfälle bei 35 Zügen gegeben. Die Verspätungen hätten sich bei etwa 40 Zügen auf insgesamt 30 Stunden summiert. Reisende saßen stundenlang fest.

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