Schlittschuhe noch zu Hause lassen:

Vereiste Gewässer: Abstand halten!

Gefrorene Flüsse und Seen sind schön anzusehen – aber gefährlich. In diesen Tagen sollten Spaziergänger und Schlittschuhläufer sie meiden. Doch was tun, wenn das Eis dennoch bricht?

Die Winter-Idylle wie hier an der Zirzower Mühle bei Neubrandenburg trügt: Gefrorenes Wasser kann kreuzgefährlich sein.
Thomas Oppermann Die Winter-Idylle wie hier an der Zirzower Mühle bei Neubrandenburg trügt: Gefrorenes Wasser kann kreuzgefährlich sein.

Eiszapfen am Ufer, glitzernde Eisflächen auf dem See: Der Dauerfrost lässt die Gewässer in der Region gefrieren. Die aus der Wetterlage resultierenden Eislandschaften sind ein beliebtes Fotomotiv in diesen Tagen. Doch die Idylle trügt.

Bestaunt werden sollten die gefrorenen Seen nur vom sicheren Ufer aus. „Das Betreten aller Eisflächen auf dem Wasser ist im Moment gefährlich“, warnt Frank Bühring von der Neubrandenburger Feuerwehr. Das Eis sei nicht dick genug, um einen Menschen zu tragen.

Knistern ist ein gefährliches Signal

„Bitte keinesfalls betreten“, sagt auch Markus Ostermeier, der stellvertretende Bundesleiter der DRK-Wasserwacht. Ein Spaziergang auf zu dünnem Eis könne zu einem Einbruch führen. „Die einsetzende Unterkühlung führt schon nach wenigen Minuten zum Ertrinken.“ Kinder seien besonders gefährdet.

Wer auf dem Eis ist und ein Knistern hört, muss schnell reagieren. Denn dann könnte es brechen. Die Experten raten, sofort zu kriechen, um das Körpergewicht zu verteilen. So sollte man das Eis auf dem gleichen Weg verlassen, auf dem man gekommen ist. Wichtig ist, auch Kindern zu erklären, dass man nicht einfach auf Eisflächen gehen darf. Eltern zeigen ihnen am besten auch Warnschilder am Gewässer.

Bei fließenden Gewässern gibt es eine weitere Gefahr. Wenn die eingebrochene Person unter das Eis gerät, durch die Strömung von der Einbruchstelle wegkommt und somit das Eintrittsloch nicht mehr finden kann, droht das Ertrinken.

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