Rechtskonzert bei Pasewalk:

Vermietete ein Zollbeamter seinen Saal an Neonazis?

Ein Großteil der Konzertbesucher ist angereist, um die Band "Sonderkommando Dirlewanger" zu sehen, benannt nach einem Offizier der Waffen-SS.

Ein am 29. Dezember des vergangenen Jahres in Rossow bei Pasewalk veranstaltetes Konzert der rechten Szene hat möglicherweise im Saal eines Zoll-Beamten stattgefunden. 

Dahingehende Ermittlungen bestätigte mit Thomas Lenz der Staatssekretär des Innenministeriums dem Nordkurier. "Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich bei dem Vermieter um einen Zollbeamten handelt", so Lenz.

Ein Großteil der zu dem Konzert angereisten Gäste kam Nordkurier-Informationen zufolge aus Thüringen. Kenner der rechten Szene vermuten, dass im Innern des Saals die aus Gotha stammende Band "Sonderkommando Dirlewanger", benannt nach dem SS-Sonderkommando Oskar Dirlewanger, auftrat. Die Band hatte sich an der Produktion einer CD beteiligt, deren Verkaufserlös dem im NSU-Prozess Angeklagten Ralf Wohlleben zugute kommen soll.