Mutmaßlicher Täter aus MV:

Vermisste 59-Jährige - Mordkommission vermutet Gewaltverbrechen

Ihre Kollegen schlugen Alarm: Seit mehr als einer Woche fehlt von der Frau aus Büdelsdorf jede Spur. Mit einem Bekannten wollte sie sich treffen. Der starb bei einem Verkehrsunfall - kurz nachdem Ermittler mit der Durchsuchung seiner Wohnung begonnen hatten.

Die Polizei sucht fieberhaft nach der Vermissten Renate H. aus Büdelsdorf.
Polizei Die Polizei sucht fieberhaft nach der Vermissten Renate H. aus Büdelsdorf.

Im Fall einer vermissten 59-jährigen Frau aus Büdelsdorf in Schleswig-Holstein geht die Polizei jetzt von einem Gewaltverbrechen aus. Im Verdacht der Ermittler: ein 42 Jahre alter Mann aus der Gemeinde Zepelin in Mecklenburg-Vorpommern, der am Freitagabend bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Die Mordkommission in Kiel ermittelt, teilte die Polizei am Samstag mit.

Von der Frau aus Büdelsdorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) fehle seit mehr als einer Woche jede Spur, berichteten die Beamten. Ermittlungen hätten ergeben, dass sie sich bereits am 2. April mit ihrem Bekannten aus Zepelin treffen wollte. Am Donnerstag vergangener Woche meldeten Kollegen sie als vermisst, da die als sehr zuverlässig geltende Frau nach dem Osterwochenende nicht auf ihrer Arbeitsstelle erschienen war

Mutmaßlicher Täter starb bei einem Autounfall

Ihr 42-jähriger Bekannter starb am Freitag gegen 19 Uhr nahe Wismar aus noch ungeklärter Ursache bei einem Verkehrsunfall, an dem keine weiteren Fahrzeuge beteiligt waren, wie die Polizei mitteilte. Am späten Nachmittag war seine Wohnung in Zepelin auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kiel durchsucht worden. Die Ermittler beschlagnahmten Beweismittel und führten Vernehmungen im Umfeld des Mannes durch. Ihn selbst trafen sie nicht an.

"Die im Zuge der weiteren Ermittlungen gewonnen Erkenntnisse lassen befürchten, dass die 59-jährige Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist", hieß es. Mit Hochdruck werde weiterhin nach der Frau gesucht.

Die Polizei bat Zeugen um Mithilfe. Wer die zwischen 170 und 175 Zentimeter große, schlanke Frau mit südeuropäischem Erscheinungsbild und langen, dunkelbraunen Haaren nach dem 2. April - möglicherweise in Begleitung einer weiteren Person - gesehen habe, solle sich umgehend melden.

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