Messerangriff wegen Mathe-Rätsel:

Versuchter Totschlag nach Facebook-Streit

Mit einer harmlosen Rechenaufgabe in der virtuellen Welt hatte alles begonnen. Über die korrekte Lösung ist ein so heftiger Streit ausgebrochen, der einem 19-Jährigen in der realen Welt fast das Leben gekostet hätte.

Mehrere Male wurde Robert D. in den Oberkörper gestochen. Heute beginnt vor dem Landgericht Schwerin der Prozess gegen einen 29-Jährigen.
Nils Petersen Mehrere Male wurde Robert D. in den Oberkörper gestochen. Heute beginnt vor dem Landgericht Schwerin der Prozess gegen einen 29-Jährigen.

Heute beginnt vor dem Landgericht Schwerin der Prozess gegen einen 29 jährigen Mann aus Wismar wegen versuchten Totschlags. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, am Nachmittag des 13. April auf offener Straße mehrmals auf einen zehn Jahre jüngeren Mann aus Wismar eingestochen zu haben.

Medienberichten zufolge ist dem Messer-Angriff ein Streit im Internet voraus gegangen. Demnach hatte der damals 18 jährige Robert D. ein Mathematik-Rätsel bei Facebook gepostet. Über die korrekte Lösung der Aufgabe lieferte er sich in den Kommentarspalten ein heftiges Wortgefecht mit einem Unbekannten.

Dem Tod knapp von der Schippe gesprungen

Laut Anklage ging dieses Gefecht mit gegenseitigen Beleidigungen und Bedrohungen einher. Doch die Drohungen hatte Robert offenbar nicht all zu ernst genommen. Er wird mit den Worten zitiert: " (...) ich wusste ja nicht mal, dass der aus meiner Stadt ist. Ich dachte, das sei irgendein Spinner."

Zwei Tage nach dem Streit, kurz nachdem Robert sein Wohnhaus verlassen hatte, kam ein Mann auf ihn zu und stach ihm mehrere Male mit einem Messer in den Oberkörper. Nach bisherigem Ermittlungsstand hatte der Angreifer Robert durch dessen Profil-Bild in dem sozialen Netzwerk erkannt und spontan ein Messer gezogen. Laut Medienberichten ist Robert nur knapp dem Tod von der Schippe gesprungen. Er habe sehr viel Blut verloren, heißt es. Im Krankenhaus sei ihm aufgrund der Verletzungen eine Niere entfernt worden.

Ob der Angeklagte tatsächlich spontan zugestochen oder die Tat geplant hatte, muss nun vor Gericht geklärt werden.

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