Deutlich weniger Asylbewerber:

Vertrag für Flüchtlings-Notunterkunft gekündigt

Das Land Mecklenburg-Vorpommern reduziert die Zahl seiner Flüchtlingsunterkünfte. Damit reagiert man damit auf den deutlich gesunkenen Zustrom von Asylbewerbern.

Die ehemalige Kaserne in Basepohl bei Stavenhagen ist eine der mittlerweile noch vier in MV bestehenden Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge.
Bernd Wüstneck Die ehemalige Kaserne in Basepohl bei Stavenhagen ist eine der mittlerweile noch vier in MV bestehenden Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge.

So ende der bis zum 30. Juni laufende Mietvertrag mit dem Schweriner Sozialdienstleister Comtact. Der Vertrag sei fristgerecht gekündigt worden, sagte am Donnerstag eine Sprecherin des Innenministeriums und bestätigte damit einen Bericht der Onlinezeitung Huffington Post Deutschland.

Im Mai wurden in Mecklenburg-Vorpommern laut Innenministerium 182 Asylbewerber registriert. So viele kamen im Herbst 2015 fast täglich.

Erstunterbringung an vier Standorten

An der Laufzeit des Vertrags mit der Firma des SPD-Landtagsabgeordneten Jörg Heydorn hatte es Kritik gegeben, weil das Land monatlich 125.000 Euro für die schon länger nicht mehr benötigte Unterkunft mit knapp 400 Plätzen zahlte. Die meisten anderen Notunterkünfte, die das Land im vorigen Herbst im Zuge des großen Flüchtlingszustroms kurzfristig angemietet hatte, waren schon Ende 2015 wieder abgegeben worden.

Im Vorjahr hatte das Land zwischenzeitlich mehr als 20 Notunterkünfte in Betrieb. Derzeit erfolgt die Erstunterbringung von Flüchtlingen in den beiden regulären Aufnahmeeinrichtungen in Nostorf/Horst (Kreis Ludwigslust-Parchim) und Stern-Buchholz bei Schwerin sowie in zwei ehemaligen Kasernen in Neubrandenburg-Fünfeichen und Basepohl bei Stavenhagen.

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