Politiker loben Aufbauleistung im Land:

Viele Feste zum Einheitsjubiläum in ganz MV

Ein großes Jubelfest im Land gibt es nicht, dafür Begegnungen und Feiern vielerorts.

Wolfgang Kumm 25 Jahre ist es her: Der Einigungsvertrag mit den Siegeln der DDR und der Bundesrepublik.

Mit zahlreichen Feiern in vielen Orten des Landes begehen die Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns am Samstag den Tag der Einheit. Das 25-jährige Jubiläum der Wiedervereinigung ist zugleich auch der 25. Geburtstag des Landes, das am 3. Oktober 1990 neu gegründet und Teil der Bundesrepublik wurde. Eine zentrale Feier dazu gibt es in Mecklenburg-Vorpommern nicht. Schon im Sommer war mit fünf großen Volksfesten zwischen Boizenburg und Bergen auf Rügen das Jubiläumsjahr begangen worden. Den bundesweiten Festakt zur Einheit richtet in diesem Jahr Hessen in Frankfurt/Main aus. Dort wird unter anderem Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) das Land vertreten.

Bereits am Morgen des Feiertags wird in Kirchen des Landes an die wiederrungene Einheit Deutschlands und die aktive Rolle vieler Gläubiger dabei erinnert. Unter anderem in Herrnburg an der holsteinischen Grenze und in Schwerin sind solche Andachten geplant. In Herrnburg startet danach eine Radtour entlang der früheren innerdeutschen Grenze. Die Landeshauptstadt lädt zum Mittag zu Festkonzert und Podiumsgespräch ins Mecklenburgische Staatstheater. Auch in Neubrandenburg und Neustrelitz wird der Feiertag musikalisch begangen. Am Abend feiert die Insel Usedom den Tag der Deutschen Einheit mit einem großen Feuerwerk entlang des gesamten Ostsee-Strandes. Im Amt Neuhaus, das heute zu Niedersachsen gehört, ist symbolträchtig ein Brückenfest geplant.

Führende Politiker Mecklenburg-Vorpommerns hatten das Einheitsjubiläum zum Anlass genommen, eine positive Bilanz der zurückliegenden 25 Jahre zu ziehen. Parteiübergreifend würdigten sie die Aufbauleistungen der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, wiesen aber gleichzeitig auch auf noch bestehende Aufgaben und Hemmnisse hin. Bei der Herstellung gleicher Lebensverhältnisse in Ost und West, bei Löhnen und auch im Rentenrecht sei noch viel zu tun, hieß es.

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