„Aktenzeichen XY... ungelöst“:

Viele Hinweise nach Fernsehsendung zu Missbrauchsfall

Im Dezember 2015 wurde ein elfjähriger Junge von einem angeblichen Polizisten in einen Park gelockt und dort sexuell missbraucht. Um dem Täter endlich auf die Spur zu kommen, wendeten sich die Ermittler an das ZDF.

Rudi Cerne berichtet in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" über ungeklärte Kriminalfälle.
Thomas R. Schumann/ZDF Rudi Cerne berichtet in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" über ungeklärte Kriminalfälle.

Nach der Ausstrahlung eines Falls von Kindesmissbrauch in Schwerin in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ geht die Polizei mehr als 50 neuen Hinweisen nach. „Das wird wohl noch mehr“, sagte die Sprecherin des Polizeipräsidiums Rostock, Sophie Pawelke, am Donnerstag. Bei früheren Ausstrahlungen von Fällen hätten sich noch ein, zwei Wochen später Zuschauer mit Hinweisen gemeldet. Der Fall des elfjährigen Jungen, der am Morgen des 15. Dezember 2015 von einem Unbekannten in einen Park gelockt und dort auf einem Spielplatz sexuell missbraucht wurde, war am Mittwochabend bundesweit gezeigt worden.

Die Hinweise sollen nun geprüft und auch mit den mehr als 200 Hinweisen abgeglichen werden, die im Laufe der bisherigen Ermittlungen bei der Polizei eingegangen sind. Bei den neuen Hinweisen gehe es teilweise um Beobachtungen, teilweise auch um konkrete Personen, sagte Pawelke. Die meisten seien aus der Region gekommen, einige aber auch aus anderen Bundesländern. Jeder Hinweis werde in den nächsten Tagen genau geprüft. „Die Ausstrahlung war ganz klar erfolgreich.“

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei sprach der Mann am 15. Dezember 2015 gegen 7.45 Uhr den Schüler in der Innenstadt an und gab sich dabei als Polizeibeamter aus. Er soll 30 bis 45 Jahre alt und 1,65 bis 1,70 Meter groß sein sowie blonde, kurze Haare haben.

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