Pomerania-Nostra-Preis:

Vom Schlossdirektor zum Vorzeige-Dirigenten

Eugeniusz Kus ist der diesjährige Preisträger des Pomerania-Nostra-Preises, zu dessen Stiftern auch der Nordkurier zählt. Der Musiker wird für sein grenzüberschreitendes, kulturelles Engagement in MV und Westpommern ausgezeichnet.

Eugeniusz Kus ist Dirigent, Pädagoge und der ehemalige Direktor des Schlosses der Pommerschen Herzöge in Stettin. Er wird in diesem Jahr mit dem Preis Pomerania Nostra ausgezeichnet.
Robert Stachnik Eugeniusz Kus ist Dirigent, Pädagoge und der ehemalige Direktor des Schlosses der Pommerschen Herzöge in Stettin. Er wird in diesem Jahr mit dem Preis Pomerania Nostra ausgezeichnet.

Der Stettiner Dirigent und Pädagoge Professor Eugeniusz Kus wird in diesem Jahr mit dem deutsch-polnischen Preis Pomerania Nostra (Unser Pommern) ausgezeichnet. In der Begründung der Stifter des Preises, zu denen auch der Nordkurier gehört, heißt es unter anderem: „Durch sein unermüdliches Engagement trägt er auf nachhaltige und eindrucksvolle Weise dazu bei, dass Polen und Deutsche wieder enger aneinander rücken, vertrauter miteinander umgehen und in eine friedvolle gemeinsame europäische Zukunft schauen.“

Die deutsch-polnischen Beziehungen wurden Eugeniusz Kus quasi in die Wiege gelegt. Er wurde am 26. Januar 1940 in Gnesen geboren, dort, wo sich im Jahr 1000 der deutsche Kaiser Otto III. und der polnische Fürst Boleslaw Chobry trafen. Diese Begegnung gilt unter Historikern als „Sternstunde“, da sie die diplomatische Anerkennung eines souveränen Polen bedeutete.

Musik hat im Leben des heute 73-Jährigen immer eine Rolle gespielt. Sein Arbeitsleben begann er 1961 als Musiklehrer, von 1969 bis 2005 war er künstlerischer Leiter des Chores der Stettiner Universität und seit 1984 führt er den Kammerchor und das Orchester „Camerata Nova“. Das allerdings nur „nebenbei“. Denn von 1974 bis 2008 war Eugeniusz Kus auch Direktor des größten Kulturzentrums in der Wojewodschaft Westpommern, des Schlosses der pommerschen Herzöge in Stettin. In dieser Funktion hat er viele neue, grenzüberschreitende Projekte initiiert und organisiert, wie Konzerte, Wettbewerbe, Workshops und Festivals, als dies noch eher unüblich war. Dafür wurde er bereits mit dem Verdienstkreuz erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland und der Europa-Urkunde des Landes Brandenburg ausgezeichnet. Derzeit ist er an der Stettiner Kunstakademie tätig und betreut verschiedene Festivals als künstlerischer Leiter.

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