Interview mit Meteorologen:

War es das jetzt mit dem Sommer 2016?

In diesem Jahr sind viele Wetterwünsche an die wärmste Jahreszeit offen geblieben. Jörg Spreemann fragte Diplom-Meteorologen Dominik Jung, wie es weiter geht.

Strandwetter gab es in diesem Jahr vergleichsweise selten. Dafür hat es zu häufig geregnet.
Stefan Sauer Strandwetter gab es in diesem Jahr vergleichsweise selten. Dafür hat es zu häufig geregnet.

Erleben wir auch 2016 ein Jahr ohne Sommer?

Ich kann verstehen, wenn Leute sagen: Dieser Sommer 2016 war für mich ein Reinfall. Auch wenn statistisch gesehen Juni und Juli wärmer waren als die langjährigen Durchschnittstemperaturen. Doch die Zahl auf dem Thermometer allein macht es eben nicht.

Woher kommt dann der Sommerfrust?

Das liegt am persönlichen Empfinden, das sich nicht um die Statistik schert. Das ständige Auf und Ab der Temperaturen, ständige Regengüsse, keine beständige Periode mit schönem Wetter verhageln schon die Laune. Die Menschen zieht es in dieser Jahreszeit in die Natur. Sie wollen nicht in der Stube sitzen.

Was passiert in den nächsten Tagen?

Die werden im Nordosten mit weniger als 20 Grad in der Spitze schon herbstlich frisch. Nachts könnten wir sogar die Zehn-Grad-Marke unterschreiten. Dazu kommen immer wieder Regen und kräftiger Wind. Ab dem Wochenende soll es aber wieder etwas besser werden. Es gibt eine Chance auf ein paar Tage stabiles Wetter mit 22  bis 24 Grad.

Müssen wir den Sommer jetzt schon abschreiben?

Zwar endet der meteorologische Sommer schon am 31.  August. Noch ist also nicht Feierabend! Allerdings sinkt mit jedem Tag die Wahrscheinlichkeit einer ausgeprägten Hitzewelle, weil der Sonnenstand das irgendwann nicht mehr hergibt. Vielleicht bekommen wir ja einen schönen Altweibersommer oder einen goldenen Oktober.

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