Mehr Lohn gefordert:

Warnstreiks in acht Einkaufsmärkten

Im Einzelhandel von Mecklenburg-Vorpommern ist am Mittwoch vorübergehend wieder die Arbeit niedergelegt worden - unter anderem auch im Real-Markt in Neubrandenburg.

Beschäftigte aus dem Einzelhandel ziehen mit einem Protestzug durch Rostock und wollen mit ihrer Streikaktion den Druck in der laufenden Tarifauseinandersetzung erhöhen.
Jens Büttner Beschäftigte aus dem Einzelhandel ziehen mit einem Protestzug durch Rostock und wollen mit ihrer Streikaktion den Druck in der laufenden Tarifauseinandersetzung erhöhen.

Rund 200 Beschäftigte in acht Einkaufsmärkten streikten am Morgen, wie eine Sprecherin des Verdi-Landesbezirks Nord sagte. Betroffen waren demnach Real-Märkte in Neubrandenburg, Bergen auf Rügen, Schwerin, Gägelow und Kritzow bei Wismar sowie Rostock. Gestreikt wurde nach den Angaben auch bei Kaufland in Rostock-Bentwisch. Am Vormittag ist eine Demonstration in Rostock geplant. Die Teilnehmer des Warnstreiks wollen vor den Sitz des Einzelhandelsverbandes ziehen.

Mit der Aktion will die Gewerkschaft den Druck in der laufenden Tarifauseinandersetzung erhöhen. Verdi fordert für die rund 30 000 Beschäftigten der Branche in Mecklenburg-Vorpommern 6,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber ein Plus von 140 Euro im Monat. Kein Tarifentgelt soll dann mehr unter 8,50 Euro Stundenlohn liegen. Die Arbeitgeber wollen der Gewerkschaft zufolge die Arbeitsbedingungen für Neueinsteiger verschlechtern. Demnach sollen Kassiererinnen weniger verdienen, für Regaleinräumer solle eine Niedriglohngruppe eingeführt werden.

Am Donnerstag findet die dritte Verhandlungsrunde statt. Seit dem Sommer hat es im Einzelhandel Mecklenburg-Vorpommerns immer wieder Warnstreiks gegeben.

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