Gute Vorsätze kommen nicht aus der Mode:

Weniger Stress steht obenan auf dem Wunschzettel für 2014

Unbeschwert hinüber? Oder doch lieber mit Ambitionen? Vier von zehn Bundesbürgern fassen zum Finale eines Jahres gute Vorsätze für das nächste. Das Haltbarkeitsdatum der Vorhaben ist aber allzu oft sehr begrenzt.

Der Nordkurier wünscht allen Lesern einen guten Rutsch ins neue und hoffentlich stressfreie Jahr.
Franziska Kraufmann Der Nordkurier wünscht allen Lesern einen guten Rutsch ins neue und hoffentlich stressfreie Jahr.

Eine Schachtel Zigaretten am Tag lässt dieser Mann in Rauch aufgehen. Schluss damit, die Gelegenheit ist günstig: 2013 vorbei, Rauchen vorbei! Ihm wird gut zugeredet und der finanzielle Vorteil dargelegt: 1815 Euro würde er sparen im Jahr, 9078 Euro in fünf Jahren und 54 468 Euro bis zu seinem 78. Geburtstag. Der Online-Rauchfrei-Rechner im Internet spuckt derlei motivierende Zahlen aus, Preiserhöhungen nicht einkalkuliert. Doch dieser Raucher lehnt jeden guten Vorsatz ab und weiß sich damit auf der Seite der Mehrheit.

Nur vier von zehn Bundesbürgern fassen Vorsätze für das neue Jahr. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage der Deutschen Angestellten Krankenkasse, der DAK-Gesundheit, hervor. Obenan steht dabei für 2014 der gute Wille, dem Stress zu trotzen. 57 Prozent der Befragten in Mecklenburg-Vorpommern nannten dieses Ziel, gefolgt von dem Wunsch, mehr Zeit für Familie und Freunde freizuhalten (56 Prozent) und sich mehr zu bewegen (51 Prozent). Unter den Top 10 der Herausforderungen rangiert der Verzicht aufs Rauchen übrigens auf dem letzten Platz: 12 Prozent wollen das Vorhaben 2014 angehen, im Jahr 2013 waren es nur 9 Prozent.

Die sprichwörtliche mecklenburgisch-vorpommersche Gelassenheit zeigt sich bei den Ursachen für Stress: Rund die Hälfte der Menschen sieht „Zeitdruck im Beruf“ als Hauptgrund an. Doch während sich bundesweit 44 Prozent von „Ärger in der Familie“ nerven lassen und 43 Prozent mit "gesundheitlichen Sorgen" plagen, sind es hierzulande lediglich 32 beziehungsweise 33 Prozent – die niedrigsten Werte im Vergleich der Bundesländer.

Apropos Ländervergleich: In Thüringen leben die eifrigsten Vorsatz-Schmiede. Fast die Hälfte (46 Prozent) der Befragten beschwert das Jahresfinale mit Vorhaben für die Zukunft, 10 Prozent mehr als im Nordosten. Im Alter lässt der Anspruch ein wenig nach: Während sich 44 Prozent der 14- bis 29­-Jährigen etwas vornehmen, sind es in der Gruppe 60plus weniger als ein Drittel.

Wie es mit dem Verfallsdatum der Pläne aussieht? Rückblickend konnten nur 43 Prozent erklären, die Vorsätze 2013 länger als drei Monate durchgehalten zu haben. Wären im Fall des Rauchers aber auch gute 450 Euro, von weiteren Vorteilen ganz zu schweigen.

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