Bittere Kälte im Anmarsch:

Wenn der Polarexpress mit Eisluft heranrauscht

Der Frühling hat begonnen. Doch Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg steht ein Wintereinbruch mit Schnee, Glatteis und Minus-Temperaturen bevor. Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärt, worauf wir uns jetzt einstellen müssen.

Ein Spaziergang im Schnee kann sehr romantisch sein - wenn er nicht Ende April stattfindet.
Julian Stratenschulte Ein Spaziergang im Schnee kann sehr romantisch sein - wenn er nicht Ende April stattfindet.

Warum die ganze Aufregung? Gehört zum April nicht auch mal ein etwas kälterer Tag?

Einen solchen Kaltluftschock haben wir Ende April oder Anfang Mai in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr erlebt. Wir sind verwöhnt. Fast immer konnten wir uns um diese Jahreszeit schon über beinahe sommerliche Temperaturen mit viel Sonnenschein und wenig Regen freuen. Diesmal wird es anders: Der April macht wirklich, was er will.

Wann erwischen die spätwinterlichen Eskapaden Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg?

Während es Sonnabend schon etwas kälter wird, rauscht der Polarexpress spätestens ab Sonntag im ICE-Tempo heran. Das Wetter legt den Schalter auf einen Schlag um. Die kalte Luft stammt direkt aus der Nordpolregion und wird unterwegs nur wenig erwärmt. Wären wir jetzt noch im Januar, müssten wir uns auf knallharte Wintertage mit allem Drum und Dran einstellen. Zum Glück steht aber die Sonne jetzt schon höher und verhindert noch schlimmeres. Ungewöhnlich für die Jahreszeit ist aber, dass die kalte Phase fast eine Woche lang andauern wird.

Worauf müssen wir uns einstellen?

Wir werden das volle Aprilprogramm zu spüren bekommen. Regenschauer und Hagelgewitter mit abschnittsweise brisanter Straßenglätte sind auf jeden Fall mit dabei. Und es würde mich nicht wundern, wenn auch die Flachländer die eine oder andere Schneeflocke zu sehen bekommen. In der Nacht kann es am Boden bis zu minus fünf Grad kalt werden. Das kann dazu führen, dass die Straßen in den Morgenstunden überfroren sind. Tagsüber sind höchstens sechs bis acht Grad möglich.

Verwöhnt uns nach dieser Zitterzeit der Mai mit Frühling pur?

So schnell wird das nichts mit dem Wonnemonat. Wir kommen zwar zum ersten Mai-Wochenende wieder auf zweistellige Temperaturen. Ein stabiles Frühlingshoch ist nicht in Sicht. Wenn wir Pech haben, geht das bis zu den Eisheiligen Mitte Mai so weiter. Mal sehen, ob sich die tiefen Temperaturen der nächsten Tage dann zu den Pfingsttagen noch unterbieten lassen.

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