Feuerwehren schlagen Alarm:

Wer kommt, wenn es brennt?

Nachwuchssorgen und dann auch das: Es gibt Fälle, in denen private und selbst staatliche Arbeitgeber Feuerwehrleute nicht für ihre Ausbildung freistellen.

Wenn die Feuerwehr gerufen wird, geht es um das Hab und Gut, manchmal sogar um Leben und Tod.
Archiv Wenn die Feuerwehr gerufen wird, geht es um das Hab und Gut, manchmal sogar um Leben und Tod.

Einen Tag vor der Landesdelegiertenkonferenz der knapp 1000 Wehren in Mecklenburg-Vorpommern hat der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Mecklenburgische Seenplatte, Norbert Rieger, mangelnde Unterstützung durch den Arbeitgeber Staat kritisiert. „Das ist unter anderem der Fall, wenn es um Freistellungen für Lehrgänge, Qualifikationen und die Ausbildung geht“, sagte er dem Nordkurier.

Das sei ein Missstand, der das ohnehin schon lange schwelende Nachwuchsproblem der Wehren im Land noch befeuert. So beklagt Riegers Amtskollege aus dem Kreis Vorpommern-Greifswald, Marko Stange: „Wir haben immer weniger Personal. Das Interesse an den Feuerwehren sinkt so wie es das Interesse am Ehrenamt insgesamt auch tut.“

Um sich für die Probleme zu rüsten, sollen nun Bedarfspläne für jede MV-Gemeinde erarbeitet werden, so Landesbrandmeister Hannes Möller. Bislang war das keine Pflicht –
im überarbeiteten Brandschutzgesetz solle es das aber werden. Heißt im Klartext: Manche Wehr wird sich darauf einstellen müssen, das nicht mehr jede neue Technik bewilligt wird. Und das wird Widerstand vor Ort auslösen.