Handelsziele nicht erreicht:

Wetter sorgt für unterkühltes Weihnachtsgeschäft

Mit der Hoffnung auf ein Umsatzplus waren die Händler in den Advent gestartet. Mittlerweile ist bei einigen Ernüchterung eingekehrt.

Geschenke werden immer häufiger erst unmittelbar vor Weihnachten oder sogar nach den Festtagen gekauft.
Ralf Hirschberger Geschenke werden immer häufiger erst unmittelbar vor Weihnachten oder sogar nach den Festtagen gekauft.

Auch wenn die Handelsverbände erst Anfang Januar Kasse machen, steht schon jetzt fest: Im Nordosten wurden die hoch gesteckten Ziele nicht erreicht. Immerhin war der Handelsverband Nord Ende November von einem Umsatzplus von knapp zwei Prozent im Weihnachtsgeschäft gegenüber 2014 ausgegangen. „Da sind wir noch auf dem Weg“, sagt Kay-Uwe Teetz, Chef der Geschäftsstelle Rostock. Vor allem Textil- und Schuhhändler schauen derzeit betrübt in ihre Kassen. Aufgrund der warmen Witterung bleiben sie auf warmen Klamotten und Winterschuhen sitzen.

Dagegen läuft das Geschäft mit Spielzeug wie prophezeit – nämlich sehr gut. „Wir erwarten, dass besonders begehrte Artikel wie Lego, Duplo oder aber Familienspiele Anfang kommender Woche in dem ein oder anderen Geschäft bereits ausverkauft sind“, sagt Teetz. Hilfreich für die Spielzeug-Händler sei natürlich auch der Start des neuen „Star Wars“-Films. Der werde das Geschäft mit den zahlreichen „Star Wars“-Fanartikeln erfahrungsgemäß noch einmal ordentlich ankurbeln.

Baustellen verhindern besseres Geschäft

Die Hoffnungen hiesiger Händler auf die restlichen Einkaufstage vor dem Fest im Nordosten entsprechen den Erwartungen des Handelsriesen Metro, zu dem unter anderem die Elektronikketten Media Markt und Saturn sowie die Real-Supermärkte gehören. Es zeige sich, dass Geschenke immer häufiger erst unmittelbar vor Weihnachten oder sogar nach den Festtagen gekauft würden, sagt Konzernchef Olaf Koch. Für den Media-Markt Neubrandenburg, einer der Einkaufs-Magneten der Innenstadt, zieht Geschäftsführer Ruediger Speck-Holzhause insgesamt gesehen eine positive Bilanz. Es habe ein leichtes Wachstum bei Fernsehern gegeben. Deutliche Umsatzsteigerungen habe der Handy-Verkauf gebracht, insbesondere dank der neuen ausländischen Mitbürger. Eine Vielzahl von Baustellen in der Viertorestadt hätten allerdings ein besseres Geschäft für alle Händler verhindert.

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Kommentare (1)

Baustellen hätten ein besseres Geschäft verhindert? So so. Vermutlich waren auch Chemtrails an den fehlenden Umsätzen Schuld. Und die Marsianer. Und die unterschwelligen Konsumverhinderungstöne beim Rotfunk. Und die Sonderangebote in der Lügenpresse waren eben auch gelogen. Das Einzelhandelskonzept in der jetzigen Form ist ein Auslaufmodell. Daran werden sich die Händler entweder gewöhnen oder sich neu erfinden müssen. Die Schuld bei anderen zu suchen, ist nur Augenwischerei.