Gutscheine oder Trinkgeld-Abzug:

Wie Arbeitgeber beim Mindestlohn tricksen

Die Telefondrähte glühen: Arbeitnehmer melden bei einer eigens geschalteten Hotline des DGB viele Verstöße gegen das neue Mindestlohn-Gesetz. Und auch der Zoll liegt bereits auf der Lauer.

Weniger als 8,50 Euro trotz Mindestlohn? Das ist ein Fall für die Hotline!
Felix Kästle Weniger als 8,50 Euro trotz Mindestlohn? Das ist ein Fall für die Hotline!

Weniger Stunden im neuen Arbeitsvertrag, aber trotzdem die gleichen Aufgaben zu erledigen wie nach der alten Vereinbarung? Findige Arbeitgeber scheuen offenbar keine Tricks, den Mindestlohn zu umgehen. Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes haben im vergangenen Monat Tausende Beschäftigte in ihren Anrufen bei der  DGB-Hotline Hinweise auf Versuche gegeben, weniger als die vorgeschriebenen 8,50 Euro pro Stunde zu zahlen.

"Lohnraub steht seit Jahresbeginn genau so unter Strafe wie Bankraub", warnt Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord. Verstöße gegen das Mindestlohngesetz würden mit bis zu 500 000 Euro Strafe geahndet. Zu den bei der Telefon-Hotline gemeldeten Verstößen zählen laut DGB der Versuch, die fällige Lohnerhöhung aus dem zuvor eingesammelten Trinkgeld zu bezahlen oder die Aufforderung an Minijobber, Angehörige unter 18 Jahren anzumelden, weil hier der Pflichtlohn nicht greift. Zudem würden Mitarbeitern Gutscheine als Ausgleich für Stundenlöhne unterhalb von 8,50 Euro angeboten.

Hotline des DGB:0391/4088003

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