Streit um Massentierhaltung:

Wieder Verstöße in den Straathof-Ställen

Was für eine Bilanz: 213 Verfehlungen bis Ende vergangenen Jahres hatte das Agrarministerium im März aufgelistet. Ein neuer Bericht zeigt weitere Verstöße auf.

In den Straathof-Ställen wurden erneut Verstöße gegen das Tierschutzgesetz festgestellt.
Carsten Rehder In den Straathof-Ställen wurden erneut Verstöße gegen das Tierschutzgesetz festgestellt.

Die Kette der Verstöße in den Schweine-Großstallanlagen der umstrittenen Straathof Holding reißt nicht ab: Das Schweriner Landwirtschaftsministerium listete neue Verstöße gegen Futtermittel- und Tierarzneivorschriften auf. Bei einem derartigen Vorfall am 28. Januar in Alt Tellin wurde sogar ein Zwangsgeld in Höhe von 30.000 Euro angedroht, das aber dann doch nicht verhängt wurde. Grund: Eine Nachkontrolle zwei Monate später habe keine Beanstandungen mehr ergeben.

Von mindestens fünf neuen Fällen, die durch Landesbehörden aufgedeckt wurden, weiß das Ministerium. Die tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion Jutta Gerkan, deren Partei mittels einer Kleinen Anfrage Auskunft vom Ministerium verlangte, wirft diesem vor, sich nicht ausreichend dafür einzusetzen, dass „routinemäßigen Gesetzesbrechern wie Straathof“ das Handwerk gelegt wird. Das Ministerium argumentiert hingegen damit, dass die Genehmigung für die Anlagen erst dann widerrufen werden muss, wenn „von ihr konkrete Gefahren für das Leben, die Gesundheit oder für erhebliche Sachwerte“ ausgehen.

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