Umbruchverbot verlängert :

Wiesen dürfen nicht zum Acker werden

Damit Wiesen und Weiden nicht aus reiner Profitgier zu teuren Ackerflächen werden, hat der Landtag eine Umwandlung für fünf weitere Jahre verboten.

Weide bleibt Weide. Zumindest in den nächsten fünf Jahren.
Arno Burgi Weide bleibt Weide. Zumindest in den nächsten fünf Jahren.

Die Versuchung, aus Grünland Ackerland zu machen, ist groß. Denn ein Hektar Ackerland ist oft mehr als 10 000 Euro teurer als ein Hektar Wiese oder Weide. Agrarminister Till Backhaus (SPD) äußerte sich am Donnerstag in Schwerin erleichtert, dass der Landtag der Verlängerung eines Gesetzes zustimmte, das den Umbruch von Grünland und die Verwandlung in Ackerland für weitere fünf Jahre verbietet.

Wiesen sind wichtig für den Artenschutz

Dauergrünland sei zu wichtig für den Arten- und den Klimaschutz, sagte der Minister. Er nannte unter anderem die Bindung von Kohlendioxid auf Niedermooren, den Artenreichtum - auf mitteleuropäischem Grünland kommen rund 1100 Pflanzenarten vor - sowie den Erosionsschutz.

In Mecklenburg-Vorpommern gelten nach Ministeriumsangaben derzeit etwa 270 000 Hektar als Dauergrünland. Der Flächenanteil wird allerdings weniger: 2010 waren es noch mehr als 290 000 Hektar. Als Grund nannte Backhaus Bauvorhaben sowie die ökonomischen Vorteile durch höhere Preise. 

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