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Wildschweine trotzen Vergrämungsmittel

Bisher scheiterten alle Versuche, die Tiere von der Straße fernzuhalten. Autofahrer haben erst am Freitag welche entdeckt.

Die Tiere lassen sich einfach nicht von der Autobahn vertreiben.
Horst Ossinger Die Tiere lassen sich einfach nicht von der Autobahn vertreiben.

Die Polizei warnt an der Autobahn 20 bei Wismar weiter vor Wildschweinen. Die Tiere haben sich bisher anscheinend auch von einem Vergrämungsmittel nicht verscheuchen lassen, wie ein Polizeisprecher am Sonntag in Wismar sagte. Die zuständige Autobahnmeisterei hat Lappen mit einer stinkenden Substanz getränkt und an Holzpfosten nahe der Anschlussstelle Wismar-Mitte aufgehängt. Das soll die Wildschweine eigentlich vertreiben.

Autofahrer hatten die Tiere aber am späten Freitagnachmittag wieder an der Autobahn gesehen. Es soll sich um 12 bis 15 Wildschweine handeln. Wegen des Schwarzwildes ist im Bereich Wismar-Mitte seit einer Woche die Geschwindigkeit in beiden Fahrtrichtungen auf 60 Stundenkilometer reduziert worden.

"Die Drosselung ist nötig, weil Zusammenstöße mit Wildschweinen sehr gefährlich sind und der Bremsweg bei bestimmten Geschwindigkeiten berücksichtigt werden muss", hatte Sprecherin Nancy Schönenberg erklärt. Anscheinend nutzt auch ein Wildzaun nichts: Nach Untersuchungen der Polizei laufen die Tiere in der Dämmerung über die Zufahrt an der Anschlussstelle an die Ränder der Autobahn, um das Erdreich umzupflügen und Nahrung zu suchen.