Trotzige Vierbeiner:

Wildschweinen an der A20 droht der Abschuss

Seit zwei Wochen treiben Wildschweine an der A20 bei Wismar ihr Unwesen. Jetzt könnte es ein für sie schlechtes Ende nehmen.

Den pelzigen Vierbeinern droht der Abschuss.
Holger Hollemann Den pelzigen Vierbeinern droht der Abschuss.

Die Wildschweine, die seit zwei Wochen für Unruhe an der Autobahn 20 bei Wismar sorgen, beschäftigen weiter Polizei, Straßenbehörden und Autofahrer. Wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte, hält sich die Rotte trotz der Verscheuchungs-Versuche immer noch an der Anschlussstelle Wismar-Mitte auf. Von dort kommen die Tiere fast täglich an die Fahrbahn Richtung Lübeck, wo sie den Randstreifen nach Fressbarem durchwühlen. Wegen der Unfallgefahr durch die Tiere sind in beiden Fahrtrichtungen auf etwa zwei Kilometern 60 Stundenkilometer vorgeschrieben.

Wie es mit den Tieren weitergeht, wolle die Straßenbehörde ab dem 24. Oktober entscheiden, sagte eine Polizeisprecherin in Wismar. Die zuständigen Ämter halten ein Verscheuchen durch Jäger mit Hunden oder notfalls auch einen Abschuss für nötig. Die Straßenränder werden täglich geglättet, so dass schnell erkennbar ist, wenn Wildschweine wieder da waren. Für Jäger dagegen ist klar, das Futterangebot entlang der Autobahn ist vermutlich zu verlockend, so kämen die Tiere nach einem Verscheuchen wohl zurück.

Die Autobahnmeisterei hatte zum Vergrämen als erstes Lappen mit einer stinkenden Substanz getränkt und an Holzpfosten aufgehängt. Das zeigte aber keine Wirkung bei den 12 bis 15 Tieren.

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